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Die Getriebenen

Merkel und die Flüchtlingspolitik: Report aus dem Inneren der Macht

By Robin Alexander
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Die Getriebenen: Merkel und die Flüchtlingspolitik: Report aus dem Inneren der Macht by Robin Alexander

In Die Getriebenen (2017) analysiert Robin Alexander die Zeit, die den meisten Deutschen als „Flüchtlingskrise“ im Gedächtnis geblieben ist. Die Monate in den Jahren 2015 und 2016, in denen Hunderttausende Schutzsuchende nach Deutschland kamen, waren eine der heikelsten Phasen in der jüngeren deutschen Geschichte. Alexander richtet sein Augenmerk vor allem darauf, wie Bundeskanzlerin Merkel vom ersten „Wir schaffen das!“ bis zum „Türkei-Deal” mit der Situation umgegangen ist.

  • Jeder, der gerne wissen möchte, wie unsere Regierungschefin arbeitet
  • Jeder, der den Verlauf der „Flüchtlingskrise” besser nachvollziehen möchten
  • Jeder, der Merkel für ihr Handeln während der „Flüchtlingskrise” feiert – oder verdammt

Robin Alexander ist ein deutscher Buchautor und Journalist. Seit acht Jahren berichtet er für die Welt-Mediengruppe über die Unionsparteien und speziell die Bundeskanzlerin. Er begleitete sie auf unzähligen Reisen, Veranstaltungen und Sitzungen.

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Die Getriebenen

Merkel und die Flüchtlingspolitik: Report aus dem Inneren der Macht

By Robin Alexander
  • Read in 16 minutes
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  • Contains 10 key ideas
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Die Getriebenen: Merkel und die Flüchtlingspolitik: Report aus dem Inneren der Macht by Robin Alexander
Synopsis

In Die Getriebenen (2017) analysiert Robin Alexander die Zeit, die den meisten Deutschen als „Flüchtlingskrise“ im Gedächtnis geblieben ist. Die Monate in den Jahren 2015 und 2016, in denen Hunderttausende Schutzsuchende nach Deutschland kamen, waren eine der heikelsten Phasen in der jüngeren deutschen Geschichte. Alexander richtet sein Augenmerk vor allem darauf, wie Bundeskanzlerin Merkel vom ersten „Wir schaffen das!“ bis zum „Türkei-Deal” mit der Situation umgegangen ist.

Key idea 1 of 10

Kanzlerin Merkel hielt sich lange vom Thema Geflüchtete fern, doch dann entschied sie sich, ihre Politik von Menschlichkeit leiten zu lassen.

Es ist eines der Erfolgsgeheimnisse von Angela Merkel, dass sie es zehn Jahre lang als Kanzlerin geschafft hat, kaum zu polarisieren. Sie vermied kontroverse Themen systematisch, denn wer sich aus allen Meinungs-Minenfeldern heraushält, macht sich keine Feinde.

Der Umgang mit Geflüchteten ist in Deutschland schon seit langem ein umstrittenes Thema und wurde daher in Merkels Öffentlichkeitsarbeit ausgeklammert. Lange Zeit fuhr sie mit dieser Strategie gut. Bei ihrem Amtsantritt 2006 lag die Zahl der Asylanträge mit 30.000 auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung und sank zunächst weiter.

Acht Jahre später änderte sich das allerdings: 2014 wurden 200.000 Anträge auf Asyl gestellt, und 2015 war diese Zahl bereits im Sommer erreicht. Bundeskanzlerin Merkel hielt an ihrer Strategie der öffentlichen Nichtbeachtung fest, doch damit erweckte sie zunehmend den Unmut der Bevölkerung. Vor allem, als sie auf einer Veranstaltung der Reihe „Bürgerdialog” einem weinenden Flüchtlingsmädchen linkisch den Kopf tätschelte, erschien sie vielen Deutschen gefühlskalt. Je mehr Geflüchtete kamen, desto stärker nahmen außerdem die Gewalttaten von Rechten gegen diese Menschen und ihre Unterkünfte zu, doch die Kanzlerin hielt sich weiter bedeckt.

Die SPD hingegen ging in die Offensive. So besuchte Sigmar Gabriel die Flüchtlingsunterkunft in Heidenau, die zu einem Inbegriff für rechte Gewalt gegen unschuldige Schutzbedürftige geworden war. Zwei Tage später zog die Kanzlerin endlich nach: Sie besuchte die gleiche Unterkunft und begegnete dort einem aufgebrachten rechten Hassmob. Diese Begegnung wurde für sie zu einem Schlüsselmoment in der „Flüchtlingskrise“. Sie versuchte zwar sachlich zu bleiben, doch der unbändige Hass der rechten Protestierer hinterließ bei ihr deutliche Spuren.

Am Ende ihrer vorbereiteten Ansprache legte sie das Skript beiseite: „Es gibt keine Toleranz gegenüber denen, die die Würde anderer Menschen infrage stellen.“ Mit diesem emotionalen Machtwort legte sie den Grundstein für ihren Umgang mit dem Thema in den nächsten Monaten: Deutschland sollte sich von menschlichen Werten statt rechter Hetze leiten lassen.

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