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Die Geburt der Wissenschaft

Anaximander und sein Erbe

By Carlo Rovelli
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Die Geburt der Wissenschaft by Carlo Rovelli

Die Blinks zu Carlo Rovellis Die Geburt der Wissenschaft (2019) führen uns zu den Anfängen naturwissenschaftlichen Denkens in der griechischen Antike. Dabei rücken sie einen herausragenden Denker in den Fokus: Anaximander von Milet. Mit ihm begab sich die Menschheit im sechsten Jahrhundert v. Chr. auf einen neuen Pfad der Erkenntnis, dem die moderne Wissenschaft bis heute folgt. Diese Blinks beschreiben, wie Anaximanders revolutionäres Denken die frühe Wissenschaft aus der Taufe hob und somit die Welt von den Mythen und Göttern emanzipierte.

  • Neugierige, die die Geburtsstunde der Naturwissenschaft erleben möchten
  • Enthusiasten der griechischen Antike
  • Geschichts- und Wissenschaftsinteressierte

Carlo Rovelli ist Professor für Physik an der Universität Marseille, der zuvor bereits an zahlreichen Spitzenuniversitäten lehrte und forschte, unter anderem dem Imperial College London, der Universität Rom, der Yale University oder der University of Pittsburgh. Rovelli ist bekannt für seine Theorie der Schleifenquantengravitation, die als verheißungsvoller Ansatz zur Vereinigung der Relativitäts- und Quantentheorie gilt. Er ist außerdem Autor populärer Sachbücher, etwa Sieben kurze Lektionen über Physik (2015) und Die Wirklichkeit, die nicht so ist, wie sie scheint (2016).

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Die Geburt der Wissenschaft

Anaximander und sein Erbe

By Carlo Rovelli
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Die Geburt der Wissenschaft by Carlo Rovelli
Synopsis

Die Blinks zu Carlo Rovellis Die Geburt der Wissenschaft (2019) führen uns zu den Anfängen naturwissenschaftlichen Denkens in der griechischen Antike. Dabei rücken sie einen herausragenden Denker in den Fokus: Anaximander von Milet. Mit ihm begab sich die Menschheit im sechsten Jahrhundert v. Chr. auf einen neuen Pfad der Erkenntnis, dem die moderne Wissenschaft bis heute folgt. Diese Blinks beschreiben, wie Anaximanders revolutionäres Denken die frühe Wissenschaft aus der Taufe hob und somit die Welt von den Mythen und Göttern emanzipierte.

Key idea 1 of 8

Zu Anaximanders Lebzeiten, im sechsten Jahrhundert v. Chr., beherrschten Götter und Mythen die Welt.

Wir schreiben das Jahr 610 v. Chr. Athens Einfluss beginnt erst langsam zu wachsen. Bis zur Blütezeit der griechischen Antike, der Zeit der großen Philosophen, Dramatiker und Poeten, werden noch rund 200 Jahre vergehen. Dennoch ist die antike mediterrane Welt schon damals alles andere als primitiv. An der Westküste Kleinasiens, in der ionischen Stadt Milet, laufen täglich Handelsschiffe ein und aus und bringen neben Waren auch neue Ideen und Denkansätze. Das ist die Bühne, auf der Anaximander das Licht der Welt erblickt.

Schon damals hatte die Menschheit Himmel und Erde über Jahrtausende beobachtet. Hochkulturen wie die Ägypter und Babylonier hatten bereits Schriftsysteme und die Anfänge der Mathematik entwickelt. Zu Anaximanders Zeiten jedoch suchen die Menschen Erklärungen für die natürlichen Phänomene der Welt ausschließlich in Mythen. Allein die Götter lenken die Geschicke der Welt.

Für die antiken Astronomen ist es keine Frage, dass himmlische und irdische Geschehnisse in direkter Verbindung stehen. So beobachteten die Babylonier Planetenpositionen oder Sonnen- und Mondfinsternisse in der Überzeugung, dass diese Ereignisse für Naturkatastrophen, Kriege oder den Tod eines Herrschers verantwortlich sind. 

Der griechische Dichter Hesiod, der im siebten Jahrhundert v. Chr lebte, beschreibt außerdem, wie sich an den Himmelskörpern die Zeit des Jahres und der Tag des Monats ablesen lässt. So dient die Bewegung der Himmelskörper als Kalender. In allen Schriften dieser Epoche aber bestimmen Mythen die Ordnung der Welt.

Dies ist also die Zeit, in die Anaximander von Milet geboren wird. Doch in Milet zeichnet sich ein Aufbruch ab. Die Atmosphäre der jungen, aufstrebenden und dynamischen Handelsstadt unterscheidet sich grundlegend von derjenigen in Jerusalem, Babylon oder den Städten am Nil. Mit der griechischen Polis entsteht hier eine ganz neue politische Struktur. Die Einwohner sind freie Bürger und mit dem regen Handel kommt ein reger Gedankenaustausch. Das urbane Leben ist geprägt von einer neuen Freigeistigkeit.

Dieser Geist bereitet den Nährboden für das Denken Anaximanders und mit ihm die Geburtsstunde der Wissenschaft. Doch wie immer gibt es Vorläufer und Wegbereiter. Einer davon ist Thales von Milet, der den neuen freien Geist wie kein anderer verkörpert. Thales zählt in der griechischen Tradition zu den „Sieben Weisen“ und gehört zu den ersten großen Denkern der Menschheit. Doch erst mit Anaximander, seinem Schüler, beginnt die bis heute andauernde Reise naturwissenschaftlicher Erkenntnis.

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