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Deutschland Schwarz Weiss

Der alltägliche Rassismus

By Noah Sow
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Deutschland Schwarz Weiss: Der alltägliche Rassismus by Noah Sow

Deutschland Schwarz Weiß (2008) zeigt, wie verbreitet Rassismus in Deutschland ist und beschreibt, wie es sich anfühlt, dort schwarz zu sein. Alltagsrassismus und institutioneller Rassismus manifestieren sich in diesem Land und werden trotzdem ignoriert. Um dieses Problem zu bekämpfen, ist es wichtig, der weißen Mehrheit ihre Privilegien bewusst zu machen.

  • Jeder, der glaubt, in Deutschland gäbe es nur wenig Rassismus
  • Alle, die wissen möchten, wie sich Rassismus anfühlt
  • Jeder, der sich gegen Rassismus stark machen möchte

Noah Sow, 1974 in Bayern geboren, ist eine afrodeutsche Autorin, Publizistin, Musikerin und Künstlerin, die sich in all ihren kreativen Disziplinen klar anti-rassistisch positioniert. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin des Hamburger Vereins der braune mob e.V., der sich für eine diskriminierungsfreie Darstellung dunkelhäutiger Menschen einsetzt.

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Deutschland Schwarz Weiss

Der alltägliche Rassismus

By Noah Sow
  • Read in 19 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 12 key ideas
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Deutschland Schwarz Weiss: Der alltägliche Rassismus by Noah Sow
Synopsis

Deutschland Schwarz Weiß (2008) zeigt, wie verbreitet Rassismus in Deutschland ist und beschreibt, wie es sich anfühlt, dort schwarz zu sein. Alltagsrassismus und institutioneller Rassismus manifestieren sich in diesem Land und werden trotzdem ignoriert. Um dieses Problem zu bekämpfen, ist es wichtig, der weißen Mehrheit ihre Privilegien bewusst zu machen.

Key idea 1 of 12

Das Konzept der „Rassen“ ist wissenschaftlich widerlegt, aber legitimiert schon lange Verbrechen.

Das Konzept der Rassenunterschiede hält sich hartnäckig, obwohl es nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen vereinbar ist. Auch in Deutschland wird der Begriff der „Rasse” erstaunlich oft verwendet.

Die Biologen des 19. Jahrhunderts versuchten noch, grundlegende Unterschiede zwischen vermeintlichen Menschenrassen zu finden. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen jedoch, dass sich alle Unterschiede in Intelligenz, Emotionalität, Psyche und Handeln durch Kultur und Sozialisierung erklären lassen. Dazu kommt, dass die oft beschworenen genetischen Unterschiede innerhalb der „Rassen“ wesentlich größer sind als zwischen ihnen.

Dennoch wird der Begriff selbst im deutschen Gleichbehandlungsgesetz verwendet. Die Gesetzgeber erkennen zwar in einem zusätzlichen Passus an, dass der Begriff wissenschaftlich nicht tragbar ist, sehen durch ihn aber den Bezug zum Phänomen Rassismus gewahrt. Diesen falschen und diskriminierenden Begriff allein wegen einer Referenz weiterzuverwenden, ist allerdings schlichtweg respektlos.

Das Prinzip „Rasse“ hat in der Geschichte häufig die Verletzung von Menschenrechten und grausame Verbrechen legitimiert. Dabei ist die Einheitlichkeit innerhalb der nach „Rassen” getrennten Gruppen konstruiert. Auch Weiße unterscheiden sich stark in ihrem Aussehen. Die Pole Schwarz und Weiß sind samt ihrer Abstufungen nichts als Konstrukte.

Die Vorstellung der „Rasse” bot Weißen ein andersartiges Gegenüber, dem sie alle an sich selbst unerwünschten Eigenschaften zuschreiben konnten. Das Konzept der Überlegenheit ihrer eigenen „Rasse” legitimierte während der Kolonialisierung die grausame Ausbeutung ganzer Länder und im Dritten Reich die Vertreibung und Vernichtung aller, die nach Ansicht der Nazis zur von Natur aus durchtriebenen jüdischen „Rasse” gehörten.

Noah Sow definiert Rassismus als die Vorstellung, dass die ethnische Vielfalt der Menschen mit unterschiedlichen Wesensarten einhergeht. Dieses Prinzip wurde in der Geschichte oft verwendet, um Missstände und Verbrechen zu legitimieren.

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