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Der wunderbare Weg

Eine neue spirituelle Psychologie

By M. Scott Peck
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Der wunderbare Weg by M. Scott Peck
Synopsis

Der englische Originaltitel dieses Klassikers der Lebensphilosophie von 1978 lautet sinngemäß übersetzt „der selten beschrittene Weg“. Er impliziert, dass der wunderbare Weg zur Selbstheilung meist steinig und schwer ist. Er führt durch Krisen, Konflikte und gewichtige Gefühle wie Schmerz, Trauer und Angst. Wer sich aber mit Selbstdisziplin, Liebe und Glaube den schönen wie schweren Unwägbarkeiten des Lebens stellt, wird seinen ganz eigenen Weg zur Selbstheilung finden.

Key idea 1 of 9

Selbstdisziplin und Belohnungsaufschub sind Tugenden, mit denen du Probleme konstruktiv angehst.

 

„Das Leben ist kein Ponyhof.“ Was nach miesepetriger Schwarzmalerei klingt, kann dich in Wirklichkeit im Leben weiterbringen. Denn je eher du dir eingestehst, dass Krisen, Kanten und Konflikte unweigerlich zum Leben dazugehören, desto eher kannst du all das mit einer guten Portion Selbstdisziplin angehen.

Die meisten Menschen wünschen sich die Dinge einfach, bequem und unkompliziert. Wenn du dir stattdessen vollkommen im Klaren darüber bist, dass das Leben verflucht verzwickt und andauernd anstrengend ist, kannst du aufhören, dich über Probleme zu beschweren, und endlich anfangen, sie zu lösen. Klingt einleuchtend, magst du jetzt sagen – aber wie genau mache ich das? Die Antwort lautet: Indem du dir das oft gescholtene Konzept der Disziplin als eine Art Werkzeugkoffer vorstellst, und Probleme als Herausforderungen, die du damit bearbeiten und lösen kannst.

Das erste wichtige Instrument in deinem Koffer ist die Fähigkeit, Belohnungen aufzuschieben. Viele Menschen setzen ihre Prioritäten im Leben so, wie sie sich beim Essen verhalten: das Beste und Leckerste zuerst, dann die weniger spannenden Beilagen. Ihnen fehlt die Willensstärke, um sich mit dem Besten zum Schluss zu belohnen. Ein gutes Beispiel für diese leichtlebige Einstellung nach dem Motto „Erst der Spaß, dann die Arbeit“ sind an sich smarte Studenten, die aus reiner Impulsivität heraus schlenzen, schwänzen und Unfug anstellen, statt etwas aus ihrem Potenzial zu machen.

Wer sich stattdessen selbst unter Kontrolle hat und Belohnungen aufschieben kann, ist auf dem besten Weg zu einem konstruktiven Umgang mit seinen Problemen. Ein konkretes Beispiel ist eine Finanzanalytikerin, die sich wegen akuter Prokrastination bei M. Scott Peck in Behandlung befand. Sie begann ihre Arbeitstage mit der für sie zutiefst befriedigenden Beschäftigung der Recherche und kämpfte dann regelmäßig stundenlang mit lästigen Aufgaben wie der Pflege von Listen und Tabellen. Als sie Pecks Rat befolgte und täglich den unangenehmen Teil zuerst abarbeitete, überwand sie ihre Prokrastination und konnte sich nach einer Stunde Fleißarbeit sechs Stunden lang mit dem belohnen, was sie wirklich gern tat.

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