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Der Unterschied

Was den Menschen zum Menschen macht

By Thomas Suddendorf
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Der Unterschied: Was den Menschen zum Menschen macht by Thomas Suddendorf

Was macht den Menschen zum Menschen? Biologisch gesehen gehören wir zwar zu der Klasse der Säugetiere, aber die Kluft zum Tierreich war wohl nie so groß wie heute. Diese Blinks zu Thomas Suddendorfs Der Unterschied (2014) beleuchten, was das menschliche Denken auszeichnet – von den physischen Merkmalen des Gehirns über unsere Fähigkeit, Gedanken zu lesen und mentale Zeitreisen zu unternehmen, bis hin zur Entwicklung von Sprache, Kultur und Moral.

  • Alle, die den menschlichen Verstand als Wunder und Mysterium empfinden
  • Tierfreunde
  • Neugierige, die verstehen wollen, wie sich unsere Spezies entwickelt hat

Thomas Suddendorf, geboren in Vreden im Münsterland, ist Professor für Psychologie an der University of Queensland in Brisbane, Australien. Dort beschäftigt sich der Entwicklungspsychologe insbesondere mit der Evolution des menschlichen Denkens. Für seine wissenschaftliche Arbeit wurde Suddendorf mehrfach ausgezeichnet, u.a. von der American Psychological Association und der Association for Psychological Science.

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Der Unterschied

Was den Menschen zum Menschen macht

By Thomas Suddendorf
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Der Unterschied: Was den Menschen zum Menschen macht by Thomas Suddendorf
Synopsis

Was macht den Menschen zum Menschen? Biologisch gesehen gehören wir zwar zu der Klasse der Säugetiere, aber die Kluft zum Tierreich war wohl nie so groß wie heute. Diese Blinks zu Thomas Suddendorfs Der Unterschied (2014) beleuchten, was das menschliche Denken auszeichnet – von den physischen Merkmalen des Gehirns über unsere Fähigkeit, Gedanken zu lesen und mentale Zeitreisen zu unternehmen, bis hin zur Entwicklung von Sprache, Kultur und Moral.

Key idea 1 of 12

Menschliche und tierische Körper sind verwandt, doch ein großer Unterschied trennt uns.

Wir Menschen halten uns oft für etwas Besseres. Wir denken, unsere Spezies sei die Krone der Schöpfung. Einige glauben sogar, Gott hätte uns auserwählt, die Welt und alles Leben darauf zu beherrschen. Doch wenn wir genauer hinsehen, trennt uns gar nicht so viel von den Tieren.

Schauen wir uns nur die Schimpansen an. Menschenaffen gehören als Primaten zu unseren nächsten Artverwandten. Wie wir bestehen sie aus Muskeln, Fleisch, Knochen und Blut, haben die gleichen Organe. Wie wir müssen sie Darm und Blase leeren und haben Sex – nicht nur zur Fortpflanzung. Sie werden alt, grau und sterben. Genau wie Menschen. Was Anatomie und Körperfunktionen betrifft, haben wir also ganz offensichtlich Ähnlichkeiten. Denn auch wir sind Säugetiere.

Spätestens seit Charles Darwin 1859 seine beiden Bücher Über die Entstehung der Arten und Die Abstammung des Menschen veröffentlichte, mussten wir Menschen von unserer Vorstellung abrücken, dass wir einzigartig sind und nichts mit den anderen Spezies auf dem Planeten gemein haben. Stattdessen durften wir erkennen, dass Schimpansen aus biologischer Sicht unsere engsten heute lebenden Verwandten sind. Wir haben dieselben Vorfahren. Nur ging unsere Entwicklung vor circa sechs Millionen Jahren auseinander.

Während auf körperlicher Ebene erstaunlich viele Parallelen zwischen Menschen und anderen Arten zu finden sind, sieht es bei unserem Denkvermögen doch anders aus. Wir sind nicht die schnellsten oder stärksten Tiere auf diesem Planeten. Allein unserem Verstand haben wir es zu verdanken, dass wir der Welt unsere Ordnung diktieren konnten.

Wir haben gelernt Feuer zu machen und ausgeklügelte Werkzeuge herzustellen, wir haben Computer erfunden und sind sogar zum Mond geflogen. Alles dank unseres Denkvermögens. Dabei haben wir nicht nur Nützliches erfunden, sondern auch Kultur geschaffen. Wir erfinden Geschichten, drehen Filme und machen Musik. Und damit nicht genug – wir sind sogar in der Lage, über unser Leben und Denken zu reflektieren: Was ist der Sinn unserer Existenz? Wie wollen wir leben? Das alles ist von Tieren nicht bekannt.

An irgendeinem Punkt in der Geschichte sind unsere Gehirnentwicklungen dramatisch auseinandergegangen. Doch ehe wir in Überheblichkeit verfallen: Auch im Denken sind wir Tieren ähnlicher, als es uns vielleicht bewusst ist.

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