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Der tiefe Graben

Die Geschichte der gespaltenen Staaten von Amerika

By Ezra Klein
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Der tiefe Graben by Ezra Klein

Der tiefe Graben (2020) ist eine systemische Analyse der gespaltenen US-amerikanischen Gesellschaft. Woran liegt es, dass Republikaner und Demokraten immer weiter auseinanderdriften? Welche Akteure verstärken die Entwicklung? Und wie können die USA darauf reagieren? In unseren Blinks findest du es heraus.

  • USA-Interessierte
  • Alle, die verstehen wollen, wie Trump Präsident werden konnte
  • Politologinnen, Soziologen und Sozialforscherinnen

Der Kalifornier Ezra Klein beschäftigt sich seit fast zwanzig Jahren mit der Politik der USA. Mittlerweile gehört er zu den bekanntesten und gefragtesten Polit-Experten des Landes. Der liberal ausgerichtete Gründer der Nachrichtenwebsite VOX betreibt außerdem einen eigenen Podcast und hat schon mehrere Journalismus-Preise gewonnen.

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Der tiefe Graben

Die Geschichte der gespaltenen Staaten von Amerika

By Ezra Klein
  • Read in 16 minutes
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Der tiefe Graben by Ezra Klein
Synopsis

Der tiefe Graben (2020) ist eine systemische Analyse der gespaltenen US-amerikanischen Gesellschaft. Woran liegt es, dass Republikaner und Demokraten immer weiter auseinanderdriften? Welche Akteure verstärken die Entwicklung? Und wie können die USA darauf reagieren? In unseren Blinks findest du es heraus.

Key idea 1 of 10

Trump als logische Folge eines Systems voller Hass

Beginnen wir mit einem Zeitsprung sechzig Jahre in die Vergangenheit. Du würdest den US-amerikanischen Senat nicht wiedererkennen, denn darin saßen Politiker, wie es sie heute nicht mehr gibt: zum Beispiel liberale Republikaner, die sich für eine allgemeine Krankenversicherung einsetzten. Oder konservative Demokraten, die meinten, alle illegalen Einwanderer müssten umgehend abgeschoben werden. 

Damals waren sich Demokraten und Republikaner sogar so ähnlich, dass sich viele Beobachter Sorgen machten: Denn wenn beide großen Parteien im Grunde das Gleiche wollen, wo bleibt da die Wahlfreiheit der Bürger? Andererseits hatte es auch Vorteile, dass beide Parteien Anhänger quer durch die gesellschaftlichen Schichten hatten. So waren die Vertreter beider Parteien zum Beispiel gezwungen, Kompromisse zu schließen, die in der Mitte der Gesellschaft Anklang fanden.

In den letzten Jahrzehnten hat sich diese kooperative Grundstimmung in ihr Gegenteil verkehrt. Die Parteien haben sich immer weiter voneinander entfernt. Inzwischen herrscht zwischen Republikanern und Demokraten blankes Misstrauen. Heute empfinden über vierzig Prozent der Parteianhänger die jeweils andere Partei als „Bedrohung für das Wohlergehen der Nation“. 

Ihre eigene Partei mögen Demokraten und Republikaner allerdings auch nicht mehr – nur finden sie die andere Partei eben noch schlimmer. Dieses Phänomen bezeichnet man auch als negative Parteibindung, und es bedeutet im Klartext: Die Republikaner haben Trump nicht gewählt, weil sie ihn gut fanden, sondern weil sie jeden eigenen Kandidaten besser fanden als Hillary Clinton, in der einige Republikaner die Feindin in Person sahen.

Das lässt sich auch daran erkennen, welche Menschen Trump gewählt haben. Der Präsident brüstet sich zum Beispiel damit, dass er Frauen gerne unaufgefordert zwischen die Beine fasst. Trotzdem haben über vierzig Prozent aller Wählerinnen für ihn gestimmt. Trump hetzt gegen Mexiko und alle Einwanderer – und hat dennoch fast dreißig Prozent der Stimmen der hispanischen Bevölkerung eingesammelt. 

Die heutigen USA sind in einem toxischen System der Polarisierung gefangen: Demokraten und Republikaner driften immer weiter auseinander. Um Stimmen zu fangen und Aufmerksamkeit zu bekommen, müssen Politiker immer extremere Positionen einnehmen. Die Gründe dafür sehen wir uns später noch im Detail an. Für den Moment ist nur wichtig, dass sich die Öffentlichkeit dadurch weiter polarisiert. Ein Teufelskreis.

Kurz gesagt: Die Präsidentschaft von Donald Trump war kein Zufall. Das politische System der USA fördert polarisierende Kandidaten wie ihn.

Wie konnte es so weit kommen? Der Ursprung liegt – wie so häufig in den USA – in den Fragen um Rassismus begründet.

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