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Der Sinn des Gebens

Warum Selbstlosigkeit in der Evolution siegt und wir mit Egoismus nicht weiterkommen

By Stefan Klein
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Der Sinn des Gebens by Stefan Klein

Auf der immerwährenden Jagd nach Glück und Erfolg zeigen dir die Blinks zu Der Sinn des Gebens (2010) einen überraschenden Weg auf: Nicht mit Egoismus und rücksichtslosem Wettbewerb kommen wir weiter, sondern indem wir auf Kooperation setzen, unser Vertrauen kultivieren und das Allgemeinwohl fördern. Gutmenschen sind wegen ihrer vermeintlichen Naivität oft ein Ziel von Spott. Doch sie haben instinktiv verstanden, was auch die Evolution beweist: Geben zahlt sich auf lange Sicht mehr aus als nehmen. 

  • Menschen, die sich für Psychologie, Moralphilosophie und Evolution interessieren
  • Alle, die an das Gute im Menschen glauben und nach Argumenten suchen 
  • Knallharte Egoisten und Befürworter der Ellenbogengesellschaft

Die Wirklichkeit ist für Stefan Klein „aufregender als jeder Krimi“, und so beschäftigt sich der promovierte Physiker, Philosoph und Wissenschaftsautor mit Alltagsthemen wie Glück, Zeit und Zufall. Seine Bücher, wie beispielsweise Die Glücksformel oder Wie gute Gefühle entstehen (2002) und Alles Zufall. Die Kraft, die unser Leben bestimmt (2005) sind Bestseller und wurden in 27 Sprachen übersetzt. Für sein Buch Träume (2014) erhielt er den Deutschen Lesepreis.

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Der Sinn des Gebens

Warum Selbstlosigkeit in der Evolution siegt und wir mit Egoismus nicht weiterkommen

By Stefan Klein
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Der Sinn des Gebens by Stefan Klein
Synopsis

Auf der immerwährenden Jagd nach Glück und Erfolg zeigen dir die Blinks zu Der Sinn des Gebens (2010) einen überraschenden Weg auf: Nicht mit Egoismus und rücksichtslosem Wettbewerb kommen wir weiter, sondern indem wir auf Kooperation setzen, unser Vertrauen kultivieren und das Allgemeinwohl fördern. Gutmenschen sind wegen ihrer vermeintlichen Naivität oft ein Ziel von Spott. Doch sie haben instinktiv verstanden, was auch die Evolution beweist: Geben zahlt sich auf lange Sicht mehr aus als nehmen. 

Key idea 1 of 10

Selbstlosigkeit ist allgegenwärtig und im Menschen angelegt.

Jeder ist sich selbst der Nächste. Und das Dasein ist ein Kampf, in dem es – ganz nach Darwins Evolutionstheorie – um das Überleben der Stärkeren geht. Diese Aussagen über die Natur des Menschen sind düster, aber dennoch sind sie weit verbreitet. Wir finden sie auch als Grundannahmen vieler Wissenschaften. So beschreibt die Verhaltensforschung den Menschen als eigennütziges Wesen. Biologen verstehen uns auf maximale Fortpflanzung programmiert. Evolutionspsychologen glauben an unser Statusstreben, und laut Ökonomen sehnen wir Menschen uns vor allem nach Bequemlichkeit und Wohlstand. 

Aber sind wir wirklich so eigennützig? Wie lassen sich all die kleinen und großen Heldentaten erklären, bei denen Menschen ganz ohne den Blick auf ihre eigenen Interessen anderen helfen? Sind sie nur eine Ausnahme? Oder haben sie etwa wirklich das sprichwörtliche Helfer-Gen?

Was bewegte beispielsweise Wesley Autrey dazu, im Jahr 2007 einem wildfremden Epileptiker zu helfen, der vor den einfahrenden Zug einer New Yorker U-Bahn gestürzt war? Ohne zu zögern, sprang Wesley ins Gleisbett und drückte den zuckenden Mann auf den Boden zwischen die Gleise. Der Zug rollte über die Männer hinweg, beide blieben unverletzt. Aber nicht jede selbstlose Tat kommt in die Schlagzeilen. Freundlichkeit und gute Taten sind oft so allgegenwärtig, dass wir sie gar nicht mehr wahrnehmen. 

Unser Alltag ist geprägt von kleinen altruistischen Handlungen, die keinen unmittelbaren Nutzen für den Gebenden haben. Warum sollte man im Urlaub sonst Trinkgeld geben, wenn man das Lokal sowieso nicht mehr besucht? Warum spenden wir Geld für unbekannte Erdbebenopfer? Warum engagieren sich so viele Menschen ehrenamtlich? Open-Source-Entwickler machen Programme kostenfrei für alle zugänglich, und auch Wikipedia baut auf die freiwillige und uneigennützige Arbeitskraft seiner Autorinnen und Autoren.

Schnell wird Wohltätern unterstellt, dass sie nur für ihren Stolz oder die öffentliche Anerkennung selbstlos handelten. Sie seien einfach nur heuchlerisch und schlicht auf raffiniertere Weise egoistisch als ihre Mitmenschen. Echten Altruismus gebe es demnach nicht. 

Vielleicht hilft eine kurze Begriffsklärung: Ein Egoist genießt den Nutzen, für den andere zahlen. Ein Altruist hingegen nimmt eigene Kosten in Kauf, um Nutzen für andere zu stiften, ohne direkt eine Gegenleistung zu erwarten. Das heißt aber noch lange nicht, dass sich Altruismus nicht auszahlen darf. 

Altruismus ist keine Illusion. Die Geschichte der Menschheit begann mit einer altruistischen Revolution, nämlich als unsere Vorfahren Zusammenarbeit lernten und anfingen, sich umeinander zu kümmern. Nur gemeinsam und über unmittelbare Familiengrenzen hinweg konnten sie in einer Welt überleben, in der die Nahrung knapp war. Es entwickelte sich ein Kreislauf von Geben und Nehmen, dessen Mechanismen wir uns jetzt näher anschauen wollen.

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