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Der kleine Gehirnversteher

Eine Erkundung unseres geheimnisvollsten Organs

By Lionel Naccache & Karine Naccache
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  • Contains 8 key ideas
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Der kleine Gehirnversteher by Lionel Naccache & Karine Naccache
Synopsis

In den Blinks zu Der kleine Gehirnversteher (2019) nehmen wir dich mit in die Untiefen des Gehirns. Vom Neuron bis zum Frontallappen erläutern wir dir zunächst seine wichtigsten Bestandteile und gehen anschließend auf seine Funktionsweisen ein. 

Key idea 1 of 8

Das Gehirn kommuniziert mithilfe von Nervenzellen.

Unsere Reise beginnt auf der Ebene der Zellen. Sekunde für Sekunde stimmen sich in unserem Gehirn 100 Milliarden Nervenzellen ab. Sie kommunizieren unablässig miteinander und senden sich die unterschiedlichsten Botschaften zu. Manche dieser Nachrichten geheißen der Nervenzelle, ruhig zu bleiben, andere drängen sie dazu, aktiv zu werden. Wurde eine Nervenzelle, auch Neuron genannt, aktiviert, sendet sie eine Nachricht an zahlreiche andere Neuronen in anderen Hirnregionen. 

Ein Neuron besteht aus einem Zellkern und einer Art Schwanz, dem sogenannten Axon. Du kannst dir das Axon als eine Art elektrisches Kabel vorstellen, das die verschiedenen Hirnareale miteinander verbindet. 

Wenn Nervenzellen Botschaften austauschen, geschieht das an der Synapse, die auch unter der Bezeichnung synaptischer Spalt bekannt ist. Sie ist die Kontaktzone, von der Nervenzellen Zehntausende besitzen. Dort findet die Informationsübertragung statt, die mit einer Befruchtung verglichen werden kann: einer informationellen Befruchtung. 

Die Nachrichten selbst bestehen aus sogenannten Neurotransmittern, den Botenstoffen. Diese Botenstoffe rasen bei der Informationsübertragung auf die Membran des Neurons zu. Diese befindet sich unmittelbar am Ende des Neurons am synaptischen Spalt. Nun werden erhebliche Mengen der Neurotransmitter in den synaptischen Spalt ausgeschüttet, durchqueren ihn und heften sich anschließend an die Membranrezeptoren des benachbarten Neurons. Die Neurotransmitter sorgen dafür, dass das nächste Neuron entweder gehemmt oder erregt wird. Wird das Neuron von einer solchen Erregung erfasst, kann es dazu kommen, dass es seinerseits Botschaften an Tausende anderer Synapsen sendet.

Um die Nervenzellen herum befinden sich die sogenannten Gliazellen. Sie sind wie eine Art Kitt, der die Neuronen zusammenhält. Früher dachte man, Gliazellen seien ausschließlich dazu da, die Neuronen zu unterstützen. Man hielt sie für eine Art gute Mutter, die neuronalen Abfall abtransportiert und die Axone behutsam umhüllt. Neuere Forschungen konnten jedoch zeigen, dass Gliazelle und Neuron eine enge Einheit bilden, ohne die die Funktion des Neuronalen Netzwerks nicht aufrechterhalten werden könnte. So fand man auch heraus, dass manche Gliazellen auch in der Lage sind, selbst Neurotransmitter auszuschütten.

Im nächsten Blink springen wir eine Ebene höher und schauen uns die wichtigsten Hirnareale an.

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