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Der Fürst

Das klassische Handbuch für autokratische politische Führer aus dem 16. Jahrhundert

By Niccolò Machiavelli
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Der Fürst by Niccolò Machiavelli
Synopsis

Der Fürst ist das klassische Handbuch für autokratische politische Führer. Niccolò Machiavelli erklärt ambitionierten Politikern, wie sie an die Macht kommen und ihre Position an der Spitze der Gesellschaft behaupten können. Er entwickelte eine Staatstheorie, die radikal und skrupellos ist: Jede Handlung des Machthabers wird ausschließlich an ihrer Wirkung gemessen und nicht etwa daran, ob sie moralisch oder ethisch richtig ist.

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Jeder Fürst muss drei Regeln befolgen, um seine neu erreichte Macht zu festigen.

In der Renaissance kam ein Fürst oft über Nacht zur Macht: Neues Territorium wurde erobert, geerbt oder aus politischen Gründen übergeben. Der Fürst hatte plötzlich ein ganzes Volk zu führen, das unter Umständen nicht mit ihm als Herrscher einverstanden war. Wie kann er das Gebiet und seine Bevölkerung unter Kontrolle bringen und halten? Es gibt drei Regeln, die ihn dabei zum Erfolg führen.

Machiavelli schlägt zunächst vor, den Wohnsitz des frisch erkorenen Fürsten in das betreffende Gebiet zu verlegen. Wenn der Fürst eine andere Sprache spricht oder aus einer anderen Kultur kommt als die Bevölkerung dort, kann das zu Schwierigkeiten führen. Die Menschen nehmen ihn dann wahrscheinlich als feindlichen Eroberer wahr und könnten versuchen, ihn zu stürzen. Daher sollte der Fürst Präsenz und Nähe zum Volk zeigen und seinen Ruf selbst verteidigen. Falls das nicht möglich ist, lohnt sich laut Machiavelli zumindest eine Kolonie der eigenen Leute im fremden Territorium: Diese können die lokale Bevölkerung im Sinne des Fürsten beeinflussen und die Gesellschaft dort langsam verändern.

Zweitens muss er dafür sorgen, dass die Führer der angrenzenden Regionen, die vermutlich gerne in der Gunst eines mächtigen Fürsten stehen würden, in ihrem Machtstreben ausbalanciert werden. Die Nachbarn können immensen Schaden anrichten, aber auch zu wertvollen Verbündeten werden. Der Fürst muss den Schwächeren mehr Macht einräumen, um sie so in seine Schuld zu bringen und auf seine Seite zu ziehen, und stärkere Konkurrenten mit der Größe seiner Allianz konfrontieren, um diese einzuschüchtern.

Drittens muss sich der neue Fürst sofort darum kümmern, zukünftige Probleme zu vermeiden. Sobald ein Rivale sein Territorium nur einen Meter ausdehnt, muss dieser eine schlagfertige Antwort erhalten. Die Römer achteten stets genauestens auf diese Regel: Als sie über Griechenland herrschten, erlaubten sie es keinem einzigen griechischen Politiker, auch nur ein winziges bisschen mehr Macht zu erlangen als ihm zustand, selbst wenn er den Römern gegenüber immer loyal gewesen war. Jeder Fürst, der einem anderen nur im Geringsten erlaubt, nach seiner Macht zu greifen, ruiniert seine eigene Herrschaft.

Summa summarum: Jeder Fürst, der diese drei Regeln befolgt, hat das Bestmögliche getan, um die Herrschaft über ein neues Gebiet zu festigen.

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