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Der Corona-Schock

Wie die Wirtschaft überlebt

By Hans-Werner Sinn
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Der Corona-Schock by Hans-Werner Sinn

In Der Corona-Schock (2020) geht es um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Ob Lockdown, Kurzarbeitergeld oder Kaufprämien für Elektroautos – im Zentrum unserer Blinks steht die Frage, welche aktuellen Maßnahmen sinnvoll sind und welche letztendlich mehr schaden als nutzen. Wir nehmen dabei auch die Probleme der Eurozone und die Forderungen nach gemeinsamen europäischen Schulden unter die Lupe.

  • Wirtschaftsinteressierte 
  • Alle, die wissen wollen, wie Deutschlands Wirtschaft die Coronakrise übersteht
  • Menschen, die mehr über die anhaltende Eurokrise erfahren möchten

Hans-Werner Sinn ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler. Zwischen 1994 und 2016 hatte er den Lehrstuhl für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München inne. Sinn war zudem siebzehn Jahre lang Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, das sich mit der Analyse von Wirtschaftspolitik beschäftigt. Er hat bereits eine Reihe von Büchern veröffentlicht, darunter: Das grüne Paradoxon. Plädoyer für eine illusionsfreie Klimapolitik (2008) und Der Euro: Von der Friedensidee zum Zankapfel (2014).

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Der Corona-Schock

Wie die Wirtschaft überlebt

By Hans-Werner Sinn
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Der Corona-Schock by Hans-Werner Sinn
Synopsis

In Der Corona-Schock (2020) geht es um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Ob Lockdown, Kurzarbeitergeld oder Kaufprämien für Elektroautos – im Zentrum unserer Blinks steht die Frage, welche aktuellen Maßnahmen sinnvoll sind und welche letztendlich mehr schaden als nutzen. Wir nehmen dabei auch die Probleme der Eurozone und die Forderungen nach gemeinsamen europäischen Schulden unter die Lupe.

Key idea 1 of 8

Deutschland hat im Frühjahr 2020 richtig auf das neue Coronavirus reagiert.

Die Covid-19-Pandemie hat die meisten Länder der Welt unvorbereitet getroffen. Und so gab es sehr unterschiedliche Reaktionen auf das neue Coronavirus SARS-CoV-2 zu beobachten. Während die Präsidenten von Brasilien oder Weißrussland wochenlang dessen Existenz leugneten, haben andere Länder kluge Maßnahmen ergriffen. Eines davon ist Deutschland.

Die deutsche Bundesregierung hat auf die Pandemie spät, aber richtig reagiert. Noch im Februar nahm sie die Entwicklungen in China nicht ernst und ging davon aus, dass das Virus nicht nach Europa kommen würde. Zudem kursierte die Theorie, dass seine Auswirkungen mit der einer Grippe vergleichbar seien.

Im März kam dann der Umschwung. Kanzlerin Angela Merkel hielt eine Fernsehansprache zur aktuellen Lage und kündigte an, dass die Ausbreitung des Virus mit entsprechenden Maßnahmen gebremst werden müsse. Nur so hätten die Krankenhäuser genügend Kapazitäten, um mit den erwarteten Infektionszahlen zurechtzukommen. In den folgenden Wochen hielt sich die Politik an die Empfehlungen der Virologen. Kindergärten und Schulen wurden geschlossen und Veranstaltungen verboten. Der milde Verlauf der Pandemie in Deutschland ist auf dieses entschiedene Handeln zurückzuführen. 

In der letzten Märzwoche verkündete die Politik dann einen kompletten Lockdown. Geschäfte, Freizeit- und Kultureinrichtungen mussten schließen, und die Bevölkerung musste ihre sozialen Kontakte massiv beschränken. Aus heutiger Sicht kann man darüber streiten, ob all diese Maßnahmen notwendig waren. Die Reproduktionsrate R, also die Ansteckungen pro Infiziertem, lag kurz vor dem Lockdown bereits leicht unter eins. Allerdings agierte die Bundesregierung damals unter großer Unsicherheit, und so war es richtig, drastische Maßnahmen zu ergreifen, um Menschenleben zu schützen. 

Mit den richtigen Mitteln ist ein kompletter Lockdown in Zukunft nicht mehr notwendig. Die Regierung sollte dafür zunächst die Testkapazitäten stark erhöhen. Außerdem muss es technische Möglichkeiten geben, Infizierte in Echtzeit zu erkennen. Südkorea kann dafür als Vorbild dienen. Dort gibt es eine App, mit der infizierte Personen und Menschen, die mit Erkrankten in Kontakt waren, auf einer Karte angezeigt werden. Alle Nutzer können dem Ansteckungsrisiko damit aus dem Weg gehen.

Ein wichtiger Punkt ist allerdings der Datenschutz. Niemand darf erkennen können, wer genau in seinem Umfeld mit dem Virus infiziert ist. Der Kreis um diese Personen muss also groß genug sein, um eine eindeutige Identifizierung auszuschließen. Das reicht, damit andere die rot markierten Orte meiden können. Eine solche Funktion wäre eine Verbesserung der deutschen Corona-App, die das Robert-Koch-Institut herausgibt. Sie zeigt nämlich nur vergangene Kontakte mit Erkrankten an. 

Als Nächstes schauen wir, ob sich Deutschlands Wirtschaft wieder vom Lockdown erholen wird. 

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