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Der Bestseller-Code

Was uns ein bahnbrechender Algorithmus über Bücher, Storys und das Lesen verrät

By Jodie Archer & Matthew L. Jockers
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Der Bestseller-Code by Jodie Archer & Matthew L. Jockers
Synopsis

Der Bestseller-Code (2016) enthüllt das Erfolgsgeheimnis der beliebtesten Bücher der Welt. Denn mit dem Bestseller-o-meter, einem neu entwickelten Computeralgorithmus, konnten die Autoren genau jene Zutaten bestimmen, die einen Roman an die Spitze der Bestsellerliste katapultieren. Und welche das sind, verraten diese Blinks.

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Mittelmäßig und trotzdem ein Verkaufsschlager

Das Internet ist voll von Listen, die behaupten, das Allerbeste oder Allerschlechteste einer Kategorie aufzuzählen. Auch Bücher-Ranglisten finden sich wie Sand am Meer. Die meisten davon sind subjektiv und ziemlich willkürlich. Doch es gibt einige verlässliche Rankings, die sich auf handfeste Daten stützen. 

Dazu zählen die Bestsellerlisten, die die meistverkauften Bücher in einem Land erfassen. Die erste Liste dieser Art wurde 1891 von The Bookman, einer Londoner Literaturzeitschrift, veröffentlicht. Seither hat sich immer wieder gezeigt, dass Beliebtheit und gute Kritiken wenig miteinander zu tun haben, wenn es um Literatur geht.

Kritiker beklagten schon früh, dass die Popularität und Qualität eines Buches oft weit auseinandergehen. Eher scheinen gute Verkäufe und schlechtes Schreiben Hand in Hand zu gehen.

Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Kritiker zerbrechen sich den Kopf über den Erfolg von E. L. James' Fifty Shades of Grey, Dan Browns Der Da Vinci Code und Stieg Larssons Millennium-Trilogie, die mit Verblendung begann.

Larsson war nicht einmal zugegen, als die Verkaufszahlen seiner Bücher durch die Decke gingen: Der schwedische Autor starb kurz vor der Veröffentlichung. Doch das bremste die massive Beliebtheit der Trilogie nicht. Dasselbe gilt für die Kritiken, die auf verworrene Handlung, schwache Charaktere und ein langweiliges Ende hinwiesen.

Somit werden wohl auch die Bestsellerlisten der kommenden Jahre voller mittelmäßig geschriebener Bücher sein. Die Sache ist bloß: Jedes Jahr erscheinen unzählige solcher Exemplare. 

Laut der US-amerikanischen ISBN-Agentur Bowker werden dort jährlich insgesamt etwa 50.000 belletristische Titel veröffentlicht – E-Books nicht mitgerechnet. Davon schaffen es jedes Jahr nur 200 Romane auf die Bestsellerliste der New York Times – also weniger als ein halbes Prozent aller veröffentlichten Bücher. Und der Prozentsatz, dem es gelingt, länger als eine Woche auf der Liste zu bleiben, ist sogar noch kleiner. 

Wie soll man also voraussagen, welche Bücher es in diese winzige Kategorie schaffen, wenn literarische Qualität offensichtlich keine Rolle spielt? Für viele Verlage ist das Veröffentlichen von Büchern ein bisschen wie Lotto spielen.

Wir halten fest: Für Verleger ist es unglaublich schwierig, einen Bestseller vorherzusagen – besonders weil literarische Qualität nicht der entscheidende Faktor zu sein scheint.

Doch schwierig ist nicht gleich unmöglich. Denn neben ihrer mittelmäßigen Schreibe haben die meisten Bestseller noch ein paar andere, konkretere Gemeinsamkeiten. Und die lernen wir in den kommenden Blinks kennen. 

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