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Das Pragmatismus-Prinzip

10 Gründe für einen gelassenen Umgang mit dem Neuen

By Dirk von Gehlen
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Das Pragmatismus-Prinzip: 10 Gründe für einen gelassenen Umgang mit dem Neuen by Dirk von Gehlen

Tausend Fragen und nur eine Antwort: Es ist kompliziert. Das ist die Gegenwart. Die Welt verändert sich in rasendem Tempo und niemand scheint sich mehr so richtig auszukennen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man deshalb aufgeben und den Kopf in den Sand stecken sollte. Die Blinks zu Das Pragmatismus-Prinzip (2018) zeigen, dass Ratlosigkeit kein Problem ist, sondern ein Ansatz. Sie erklären, wie man sich gegen Panikmache wappnet, das Beste aus ungewohnten Situationen macht und die goldene Mitte zwischen Pessimismus und Zukunftseuphorie austariert.

  • Nostalgikerinnen und Pessimisten
  • Alle, die sich von der Gegenwart abgehängt fühlen
  • Jeder, der wissen will, wie man die Zukunft pragmatisch angeht

Dirk von Gehlen behauptet von sich selbst, er sei im Internet zu Hause. Bei der Süddeutschen Zeitung leitet der Journalist und Autor folgerichtig den Bereich Social Media/Innovation sowie die Redaktion des SZ-Online-Magazins jetzt.de. Darüber hinaus ist von Gehlen regelmäßig als Vortragsredner unterwegs. Sowohl in seinen Vorträgen als auch in seinen Publikationen beschäftigt er sich vor allem mit der digitalen Transformation der Kultur und Gesellschaft. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen Mashup – Lob der Kopie (2011) sowie Eine neue Version ist verfügbar (2013). Der zweite Titel ist ebenfalls als Blinks-Paket vorhanden. 

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Das Pragmatismus-Prinzip

10 Gründe für einen gelassenen Umgang mit dem Neuen

By Dirk von Gehlen
  • Read in 18 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 11 key ideas
Das Pragmatismus-Prinzip: 10 Gründe für einen gelassenen Umgang mit dem Neuen by Dirk von Gehlen
Synopsis

Tausend Fragen und nur eine Antwort: Es ist kompliziert. Das ist die Gegenwart. Die Welt verändert sich in rasendem Tempo und niemand scheint sich mehr so richtig auszukennen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man deshalb aufgeben und den Kopf in den Sand stecken sollte. Die Blinks zu Das Pragmatismus-Prinzip (2018) zeigen, dass Ratlosigkeit kein Problem ist, sondern ein Ansatz. Sie erklären, wie man sich gegen Panikmache wappnet, das Beste aus ungewohnten Situationen macht und die goldene Mitte zwischen Pessimismus und Zukunftseuphorie austariert.

Key idea 1 of 11

Pessimisten und Schwarzmaler gab es schon immer.

Smartphones machen Menschen zu Zombies, Emojis und Chat-Slang verhunzen die Sprache und unsere wunderbarere Hochkultur steht sowieso längst mit eineinhalb Beinen im Grab. So kann man es sehen, muss man aber nicht. Es gab schon immer Menschen, denen jegliche Veränderungen als Vorboten des Untergangs erschienen. Und diese Menschen werden auch in Zukunft nicht verschwinden. 

Zu diesem Schluss kam auch Douglas Adams, der Verfasser der Science-Fiction-Satire Per Anhalter durch die Galaxis, als er sich 1990 mit dem damals aufkommenden Phänomen Internet beschäftigte. Dabei stellte der Autor fest, dass sich die Reaktionen der Leute wesentlich voneinander unterschieden: Während einige die technische Innovation frenetisch feierten, blieben andere eher skeptisch bis feindselig. 

Aus dieser Beobachtung entwickelte Adams eine Theorie. Er glaubte, dass die Art, wie Menschen auf das Neue reagieren, v.a. von ihrem Alter abhängt. Dabei unterschied er drei verschiedene Lebensphasen: 

  1. Ich werde geboren und nehme alles, was bereits existiert, als selbstverständlich an. 
  2. Alle Erfindungen, die vor meinem 30. Geburtstag gemacht werden oder wurden, finde ich spannend, vielleicht kann ich sogar Geld daraus machen. 
  3. Alles, was danach kommt, widerspricht meinem Verständnis von Ordnung und ist damit ein klares Zeichen für den Weltuntergang. Nach zehn Jahren freunde ich mich vielleicht doch noch irgendwie damit an. 

Ob Adams’ Theorie auch auf dich zutrifft, kannst du leicht herausfinden, indem du dir folgende Fragen beantwortest: Wie stehst du zum Thema Farbfilm? Was ist deine Meinung zur Mikrowelle? Und was hältst du von Instagram? 

Adams Schlussfolgerung, dass unsere Reaktion auf Neuerungen vom Alter abhängt, führten ihn schließlich zu der scharfsinnigen Erkenntnis, dass es schon immer Menschen gegeben haben muss, die technischen Innovationen eher kritisch gegenüber standen. 

Die reflexhafte Sorge, mit der viele Leute heutzutage Smartphones, Emojis und Social-Media-Plattformen begegnen, hat also Tradition. So war die Erfindung und Verbreitung des Automobils etwa von der Angst begleitet, die Fahrer könnten vom Tempo überfordert sein. Anders als bei der sehr viel langsameren Pferdekutsche war auf dem Fahrersessel bei 50 oder mehr Kilometern pro Stunde ja permanente Aufmerksamkeit gefragt. 

Ähnlich verhielt es sich mit dem Walkman: Als der portable Kassettenrekorder auf den Markt kam, waren die Kritiker überzeugt, er würde die Menschen vereinsamen lassen. Mit Kopfhörern auf den Ohren könnte schließlich niemand mehr ins Gespräch kommen.

Früher war also schon immer alles besser. Doch auch wenn vielen Menschen diese negative Sichtweise bewusst ist, so sind sich die Skeptiker dennoch sicher, dass es dieses Mal etwas anderes ist. Dieses Mal geht die Welt wirklich den Bach runter! Dabei sollte man doch langsam begriffen haben: Die Gegenwart wird auch einmal Vergangenheit und damit besser gewesen sein.

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