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Das Ich und das Es

Freuds Modell von den Instanzen der Seele

By Sigmund Freud
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Das Ich und das Es by Sigmund Freud

Vor knapp hundert Jahren veröffentlichte Sigmund Freud seinen Essay Das Ich und das Es (1923). In unseren Blinks wollen wir versuchen, Freuds monumentales Gedankengebäude auf seine wichtigsten Aussagen herunterzubrechen und verständlich zu machen. Im Zentrum steht dabei sein berühmtes Drei-Instanzen-Modell, das noch heute in aller Munde ist: das Ich, das Es und das Über-Ich. 

  • Psychologie-Interessierte
  • Menschen, die Freuds Verständnis der Psyche kennenlernen möchten
  • Alle, die wissen möchten, was es mit Ich, Es und Über-Ich auf sich hat

Sigmund Freud ist bekannt als „Vater der Psychoanalyse“ und gilt als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1856 im österreichischen Freiberg geboren. Nach seinem Medizinstudium wandte er sich der Psychopathologie zu, später erforschte und behandelte er in eigener Praxis verschiedene psychische Erkrankungen. Daneben machte er als Kulturtheoretiker und Religionskritiker von sich reden. Zu Freuds bedeutendsten Werken zählen die Traumdeutung (1899) und die sozialphilosophische Schrift Das Unbehagen der Kultur (1929/30). Freud starb 1939 im Londoner Exil.

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Das Ich und das Es

Freuds Modell von den Instanzen der Seele

By Sigmund Freud
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Das Ich und das Es by Sigmund Freud
Synopsis

Vor knapp hundert Jahren veröffentlichte Sigmund Freud seinen Essay Das Ich und das Es (1923). In unseren Blinks wollen wir versuchen, Freuds monumentales Gedankengebäude auf seine wichtigsten Aussagen herunterzubrechen und verständlich zu machen. Im Zentrum steht dabei sein berühmtes Drei-Instanzen-Modell, das noch heute in aller Munde ist: das Ich, das Es und das Über-Ich. 

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Die zwei Spielarten des Unbewussten

Die vielleicht größte Errungenschaft von Sigmund Freud besteht in der Entdeckung des Unbewussten. Aber wie genau stellte er sich eigentlich dieses Kernkonzept der Psychoanalyse vor?

Um das Unbewusste besser zu verstehen, sollten wir es zunächst von seinem Gegenspieler abgrenzen, dem Bewussten. Das Bewusste ist erst einmal alles, was uns durch den Kopf geht. Alles, was wir wissen, verdanken wir unserer Wahrnehmung. Dazu gehören die Sinneseindrücke von der Außenwelt, also das, was wir hören, sehen, schmecken und so weiter. Und natürlich nehmen wir auch wahr, was sich in unserer Innenwelt abspielt, also Gefühle wie Schmerz, Trauer, Freude oder Angst. So weit, so klar.

Doch wie verhält es sich mit dem Unbewussten? Nach Freud bezeichnet das Unbewusste Dinge, die wir irgendwann einmal wussten, die uns aber gerade nicht präsent sind. Und dabei – und jetzt kommt’s – unterschied der Psychoanalytiker zwei Spielarten des Unbewussten. 

Zum einen gibt es das Vorbewusste. Freud stellte nämlich fest, dass unsere bewussten Vorstellungen keineswegs permanent bewusst sind. Die meiste Zeit sind sie nur latent, schwimmen also knapp unter der Oberfläche und sind bei Bedarf abrufbar. Anders ausgedrückt: Die Inhalte des Vorbewussten sind bewusstseinsfähig, das heißt, wir können sie jederzeit mühelos wieder ins Bewusstsein holen. Zum Beispiel denkst du ja nicht ständig daran, wie deine Grundschullehrerin hieß. Aber nach kurzem Grübeln könntest du dich wieder daran erinnern. 

Zum anderen gibt es das dynamische Unbewusste. Denn manche Vorstellungen sind so tief vergraben, dass wir sie kaum je zu Gesicht bekommen. Das dynamische Unbewusste war für Freud das eigentliche Unbewusste. Dynamisch deshalb, weil es sich um Dinge handelt, die wir verdrängt haben. 

Doch was unterscheidet das dynamische Unbewusste von dem Vorbewussten? Nun, zunächst einmal liegt das Vorbewusste näher am Bewussten. Deshalb fällt es uns einfacher, das Vorbewusste an Wortvorstellungen zu knüpfen. Genauer: an Erinnerungsreste akustischer Wahrnehmungen. Freud ging nämlich davon aus, dass wir uns hauptsächlich an den Klang von Wörtern erinnern, sie also eher im Ohr als vor Augen haben. 

Das unbewusste Denken hingegen lässt sich nur schwer in Worte fassen – es findet hauptsächlich in Bildern statt, ähnlich, wie wir es vom Träumen kennen. 

Freud unterscheidet also zwei Spielarten des Unbewussten. Einerseits gibt es die vorbewussten Inhalte, die wir jederzeit anzapfen können. Und andererseits gibt es die dynamisch unbewussten Inhalte, die nur schwer zugänglich sind.

Übrigens: Alles Unbewusste war uns früher durchaus einmal bewusst. Bis es eben verdrängt wurde. Aber wer genau verdrängt da eigentlich? Und wie machen wir Verdrängtes wieder bewusst?

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