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Das Handbuch gegen den Schmerz

Rücken, Kopf, Gelenke, seltene Erkrankungen: Was wirklich hilft

By Thomas R. Tölle & Christine Schiessl
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Das Handbuch gegen den Schmerz: Rücken, Kopf, Gelenke, seltene Erkrankungen: Was wirklich hilft by Thomas R. Tölle & Christine Schiessl

Chronische Schmerzen verdrängen oft alles, was einmal schön und lebenswert war. Viele Patienten haben eine wahre Odyssee von Arztbesuchen hinter sich und finden doch keine Hilfe. Die Blinks zu Das Handbuch gegen den Schmerz (2019) erklären, wie Schmerzen entstehen, welche spezifischen Schmerzen es gibt und welche wirksamen Heilungsansätze existieren. Sie zeigen, warum eine ganzheitliche Behandlung des Schmerzes unter Berücksichtigung von Körper und Seele am sinnvollsten ist.

  • Betroffene, die selbst unter anhaltenden Schmerzen leiden
  • Mediziner und Medizininteressierte
  • Physiotherapeutinnen und alle, die die Schmerzen anderer Menschen lindern wollen

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Thomas R. Tölle ist Facharzt für Neurologie und Psychologie. Er lehrt und forscht an der TU München und leitet das Zentrum für Interdisziplinäre Schmerzmedizin am Klinikum rechts der Isar. Er hat sich auf Kopf-, Rücken- und Nervenschmerzen spezialisiert und engagiert sich in den Gremien der deutschen und europäischen Schmerzgesellschaft.

Prof. Dr. med. Christine Schiessl ist Anästhesistin, Schmerztherapeutin und Palliativmedizinerin. Als Chefärztin der Algesiologikum Tagesklinik für Schmerzmedizin in München hat sie sich auf die multimodale Schmerztherapie chronischer Schmerzpatienten spezialisiert. Sie ist Expertin für Rückenschmerzen und beteiligt sich an der Entwicklung zukunftsweisender Technologien wie der Telemedizin oder E-Health.

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Das Handbuch gegen den Schmerz

Rücken, Kopf, Gelenke, seltene Erkrankungen: Was wirklich hilft

By Thomas R. Tölle & Christine Schiessl
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Das Handbuch gegen den Schmerz: Rücken, Kopf, Gelenke, seltene Erkrankungen: Was wirklich hilft by Thomas R. Tölle & Christine Schiessl
Synopsis

Chronische Schmerzen verdrängen oft alles, was einmal schön und lebenswert war. Viele Patienten haben eine wahre Odyssee von Arztbesuchen hinter sich und finden doch keine Hilfe. Die Blinks zu Das Handbuch gegen den Schmerz (2019) erklären, wie Schmerzen entstehen, welche spezifischen Schmerzen es gibt und welche wirksamen Heilungsansätze existieren. Sie zeigen, warum eine ganzheitliche Behandlung des Schmerzes unter Berücksichtigung von Körper und Seele am sinnvollsten ist.

Key idea 1 of 9

Schmerz ist Fluch und Segen zugleich.

Auch wenn es sich nicht immer so anfühlt: Schmerzen sind an sich eine tolle Erfindung. Sie senden dir ein klares Signal, dass es ein Problem in deinem Körper gibt, das dringend behoben werden muss. Wenn sie dann wieder weg sind, kannst du dich über deine wiedererlangte Unversehrtheit freuen. Aber was, wenn die Schmerzen partout nicht weggehen wollen und chronisch werden?

Experten zufolge leidet allein in Deutschland jeder Fünfte unter andauernden körperlichen Beschwerden: Anfang 2019 waren das zwischen zwölf und fünfzehn Millionen Menschen. Ein gutes Drittel von ihnen kann wegen der Schmerzen weder arbeiten noch ein normales Privatleben führen. Wie wird eine so nützliche Empfindung zu einer solch massiven Einschränkung?

Schmerz ist vor allem zweierlei: komplex und subjektiv. Schmerz ist eine Sinneswahrnehmung, die wir alle unterschiedlich fühlen. Du wirst dich vielleicht an Momente erinnern können, in denen du und andere Menschen dieselbe Schmerzursache komplett anders empfunden habt: dasselbe eiskalte Wasser, denselben Halbmarathon, dieselbe Nadel und Stichstelle beim Tätowierer. Das macht es natürlich nicht leicht, das Phänomen Schmerz zu messen oder zu beschreiben.

Die internationale Schmerzforschung hat sich trotzdem auf eine Definition geeinigt: Sie definiert Schmerz als ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit tatsächlicher oder möglicher Gewebeschädigung verbunden ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird. Die Wissenschaft erkennt damit an, dass körperliche Schmerzen auch nicht-physische, seelische Ursachen haben können.

Dabei haben Schmerzen als Warnsignal ursprünglich eine überlebenswichtige Funktion: Ein Kleinkind, das unbedarft auf die heiße Herdplatte fasst, reißt die Hand instinktiv zurück. Die Schmerzsensoren in der Haut – die sogenannten Nozizeptoren – senden einen heftigen Impuls an das Rückenmark, das den blitzartigen Reflex veranlasst. Gleichzeitig leitet das Rückenmark einen Impuls an das Gehirn weiter. Das wiederum signalisiert dem Körper: „Hier stimmt was nicht. Du musst etwas tun.“

Schmerz ist also eine wertvolle evolutionäre Errungenschaft, die uns vor schweren Verletzungen schützt. Grundlegend verhält sich die Intensität des Schmerzgefühls sogar proportional zum Ausmaß der Verletzung. Aber all das gerät beim chronischen Schmerz aus dem Lot. Dann verselbstständigt sich das unangenehme Gefühl und die Schmerzsensoren sind ununterbrochen auf Sendung. Im nächsten Blink sehen wir uns das noch genauer an.

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