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Das Café der Existenzialisten

Freiheit, Sein und Aprikosencocktails

By Sarah Bakewell
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Das Café der Existenzialisten by Sarah Bakewell

In den Blinks zu Das Café der Existenzialisten (2016) erfährst du von den Anfängen des Existenzialismus im frühen zwanzigsten Jahrhundert. Sie verfolgen die wichtigsten Ideen und Lebensgeschichten der Bewegung aus philosophischem und geschichtlichem Blickwinkel, und untersuchen dabei ganz nebenbei, wie Philosophie unser eigenes Leben leiten kann.

  • Philosophie-Interessierte, die sich von Philosophie mehr Lebensbezug wünschen
  • Frankreich-Liebhaberinnen, die sich für die intellektuellen Schätze des Landes interessieren
  • Stille Beobachter, die das Leben mit neuen Augen sehen möchten

Sarah Bakewell ist Autorin aus Bournemouth in England. Sie wuchs in Australien auf, studierte Philosophie an der University of Essex in England und arbeitete dort später als Kuratorin für die Wellcome Library für Medizingeschichte. Zu ihren vier bisher erschienen Büchern gehört unter anderem Wie soll ich leben? Oder das Leben Montaignes in einer Frage und zwanzig Antworten.

 

Original: Das Café der Existenzialisten © 2016 C.H.Beck, München

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Das Café der Existenzialisten

Freiheit, Sein und Aprikosencocktails

By Sarah Bakewell
  • Read in 16 minutes
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Das Café der Existenzialisten by Sarah Bakewell
Synopsis

In den Blinks zu Das Café der Existenzialisten (2016) erfährst du von den Anfängen des Existenzialismus im frühen zwanzigsten Jahrhundert. Sie verfolgen die wichtigsten Ideen und Lebensgeschichten der Bewegung aus philosophischem und geschichtlichem Blickwinkel, und untersuchen dabei ganz nebenbei, wie Philosophie unser eigenes Leben leiten kann.

Key idea 1 of 10

Der Existenzialismus begann mit einem Aprikosencocktail.

Wer schon einmal vom Existenzialismus gehört hat, verbindet den Begriff vielleicht mit düsteren Gedanken über die Sinnlosigkeit des Lebens. Dabei ist der Ursprung dieser philosophischen Richtung viel unbeschwerter: Alles begann mit einem Aprikosencocktail. 

Gegen Ende des Jahres 1932 saßen das Philosophen-Paar Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir mit ihrem gemeinsamen Freund Raymond Aron in der Bar Bec-de-Gaz in Paris. Die drei hatten gemeinsam an der École normale supérieure in Paris studiert, und alle drei hatten ihr Philosophiestudium etwas unbefriedigt abgeschlossen. Jetzt saßen sie bei ein paar Cocktails zusammen und ließen sich über ihre Alma Mater aus. 

Der Lehrplan der École hatte sich um die gleichen uralten Themen gedreht, die Philosophen schon zu Platons Zeiten beschäftigt hatten – Fragen wie: „Woher weiß ich, dass etwas real ist?“ und „Woher weiß ich, dass ich etwas weiß?“. Solche Fragen erschienen den drei Freunden zunehmend sinnlos. Sie sehnten sich nach einer neuen Art der Philosophie, die über diese langweiligen Gedankenspiele hinausging. Doch wie könnte so eine Philosophie aussehen? 

Sartre und Beauvoir unterrichteten inzwischen in der französischen Provinz, aber vielversprechende neue Ansätze waren ihnen bislang nicht begegnet. Aron hingegen glaubte, eine Lösung gefunden zu haben. Er hatte nach der École in Berlin weiterstudiert und dort eine neue philosophische Richtung aus Deutschland entdeckt: die Phänomenologie. Phänomenologen übergingen das metaphysische Geschwurbel, über das man sich in an der École den Kopf zerbrochen hatte. Sie beschäftigten sich mit den Dingen des echten, alltäglichen Lebens. Mithilfe der Phänomenologie, erklärte Aron seinen Freunden, kann man sogar mithilfe eines Aprikosencocktails Philosophie betreiben!

Sartre und Beauvoir waren begeistert. Sartre lief aufgeregt in den nächsten Buchladen, um alle Bücher über Phänomenologie zu kaufen, die er finden konnte. Er fand genau eines – die Phänomenologie war damals in Frankreich noch nicht sehr weit verbreitet. Wissbegierig wie er war, machte sich Sartre schließlich auf den Weg nach Berlin, wo er wie Aron ein Jahr lang studieren wollte. Dort begann er, die Ideen der Phänomenologie mit anderen philosophischen Konzepten zu verknüpfen, und entwickelte seinen einzigartigen literarischen Schreibstil. Als er 1934 nach Paris zurückkehrte, hatte er bereits die Grundlage für eine völlig neue Art der Philosophie geschaffen: den Existenzialismus. 

Der Aufenthalt in Berlin war essenziell für Sartres Verständnis der Phänomenologie. Dabei kam die Phänomenologie ursprünglich aus einer ganz anderen deutschen Stadt: aus Freiburg.

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