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Corona

Geschichte eines angekündigten Sterbens

By Cordt Schnibben, David Schraven (Hg.)
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Corona by Cordt Schnibben, David Schraven (Hg.)

In den ersten Monaten des Jahres 2020 verbreitete sich das Corona-Virus SARS-CoV-2 mit rasanter Geschwindigkeit über die ganze Welt. Für das Buch Corona: Geschichte eines angekündigten Sterbens (2020) haben sich achtzehn Journalisten und Journalistinnen zusammengetan und mit Ärztinnen, Pflegern, Forscherinnen und Patienten gesprochen. Als Ergebnis entstand ein umfassendes Bild der Corona-Pandemie.

  • Alle, die sich fragen, ob die Pandemie hätte verhindert werden können
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  • Wahrheitsliebende, die ihr Faktenwissen ausbauen oder auffrischen wollen

Der vielfach ausgezeichnete Journalist Cordt Schnibben hat bereits mehrere Sachbücher veröffentlicht und ist als Leiter des Gesellschafts-Ressorts beim Spiegel bekannt. David Schraven, ebenfalls Journalist, hat unter anderem das gemeinnützige Recherchebüro Correctiv begründet. Die beiden sind die Herausgeber von Corona. Die Autoren und Autorinnen, die auch den Großteil der Recherche durchgeführt haben, sind ein Team aus achtzehn internationalen Reporterinnen und Journalisten.

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Corona

Geschichte eines angekündigten Sterbens

By Cordt Schnibben, David Schraven (Hg.)
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Corona by Cordt Schnibben, David Schraven (Hg.)
Synopsis

In den ersten Monaten des Jahres 2020 verbreitete sich das Corona-Virus SARS-CoV-2 mit rasanter Geschwindigkeit über die ganze Welt. Für das Buch Corona: Geschichte eines angekündigten Sterbens (2020) haben sich achtzehn Journalisten und Journalistinnen zusammengetan und mit Ärztinnen, Pflegern, Forscherinnen und Patienten gesprochen. Als Ergebnis entstand ein umfassendes Bild der Corona-Pandemie.

Key idea 1 of 9

China hat die Existenz des Virus wochenlang verheimlicht.

Li Wenliang, 34 Jahre alt, ist ein fröhlicher und sympathischer Typ. Er isst gerne frittiertes Hühnchen und spielt Badminton mit mehr Leidenschaft als Talent. Sein Job: Augenarzt im Zentralkrankenhaus von Wuhan. Am 30. Dezember 2019 schreibt Li eine Nachricht an etwa 150 Menschen, vor allem ehemalige Studienkollegen: Es hätten sich sieben Menschen auf einem Wildtiermarkt mit einem Corona-Virus infiziert. Die Empfänger sollten nicht darüber sprechen, aber sich selbst und ihre Familien schützen. Li selbst hatte diese brisanten Informationen unter der Hand von einer Kollegin erhalten.

Zu diesem Zeitpunkt ist das Corona-Virus SARS-CoV-2, das die Krankheit COVID-19 verursacht, schon seit mehreren Wochen auf den Menschen übergesprungen. Der erste Patient infizierte sich wahrscheinlich um den 17. November herum. Und vermutlich gab es danach jeden Tag neue Fälle. Eigentlich hat China ein hervorragendes Meldesystem für Infektionskrankheiten. Dass über SARS-CoV-2 nicht früher berichtet wurde, liegt daran, dass seine Existenz von den chinesischen Behörden gezielt vertuscht wurde. So rief zum Beispiel die Gesundheitsbehörde der Provinz Hubei in verschiedenen Laboren an und befahl ihnen, ihre Tests sofort einzustellen. Nachrichten mit bestimmten Schlüsselwörtern wurden automatisch zensiert, Totenscheine gefälscht und Ärzte und Pflegerinnen gezielt zum Schweigen gebracht.

Das passierte auch Li Wenliang: Nur vier Tage nach seiner Chatnachricht wird er auf einer Polizeidienststelle eingeschüchtert. Ihm wird das Versprechen abgenommen, in Zukunft keine Lügengeschichten mehr zu verbreiten. Er hält sich daran. Vier Wochen später stirbt er an COVID-19.

Erst, als die Wahrheit nicht mehr vertuscht werden kann, ergreifen die chinesischen Behörden Maßnahmen. Sie riegeln zunächst am 23. Januar Wuhan und später auch andere betroffene Städte und Regionen ab. Es dauert nicht lange, bis das Gesundheitssystem in Wuhan vollkommen überfordert ist. Wer beim Rettungsdienst anruft, erfährt, dass noch 300 Anrufer vor ihm warten, Krankenhäuser kollabieren, die Zahl der Todesopfer explodiert.

Durch ihr spätes Handeln haben die Behörden dem Virus einen tödlichen Vorsprung von mehreren Wochen verschafft, denn da sich das Virus mit exponentieller Geschwindigkeit ausbreitet, macht jeder Tag einen großen Unterschied. Wäre die Stilllegung von Wuhan durch die Behörden schon Anfang Januar angeordnet worden, hätten sich vermutlich 95 Prozent weniger Menschen infiziert. 

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