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China First

Die Welt auf dem Weg ins chinesische Jahrhundert

By Theo Sommer
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China First: Die Welt auf dem Weg ins chinesische Jahrhundert by Theo Sommer

Von wegen „America First“. Vieles deutet darauf hin, dass nicht die USA dem 21. Jahrhundert ihren Stempel aufdrücken werden, sondern China. Das einst rückständige kommunistische Großreich hat sich inzwischen zur wirtschaftlichen, politischen und militärischen Supermacht entwickelt. Diese Blinks zu Theo Sommers China First (2019) beleuchten mit Scharfsinn und Feingefühl, was das für das weltpolitische Gefüge, die weltweite Demokratie und die Menschenrechte bedeutet.

  • Alle, die sich für Chinas beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg interessieren
  • Jeder, der sich fragt, wie der Westen mit der neuen Großmacht umgehen sollte
  • Politiker, Historikerinnen, China-Kenner und alle, die es werden wollen

Theo Sommer ist Journalist und Historiker. Er war 20 Jahre lang Chefredakteur und lange einer der Mitherausgeber der ZEIT. Als Asienexperte hat er China gute fünf Jahrzehnte lang besucht, oft in Begleitung diplomatischer Delegationen, und den atemberaubenden Aufstieg der Volksrepublik aus nächster Nähe miterlebt.

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China First

Die Welt auf dem Weg ins chinesische Jahrhundert

By Theo Sommer
  • Read in 16 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 10 key ideas
China First: Die Welt auf dem Weg ins chinesische Jahrhundert by Theo Sommer
Synopsis

Von wegen „America First“. Vieles deutet darauf hin, dass nicht die USA dem 21. Jahrhundert ihren Stempel aufdrücken werden, sondern China. Das einst rückständige kommunistische Großreich hat sich inzwischen zur wirtschaftlichen, politischen und militärischen Supermacht entwickelt. Diese Blinks zu Theo Sommers China First (2019) beleuchten mit Scharfsinn und Feingefühl, was das für das weltpolitische Gefüge, die weltweite Demokratie und die Menschenrechte bedeutet.

Key idea 1 of 10

China ist seit 1977 von einer rückständigen Agrarökonomie zur wirtschaftlichen Supermacht aufgestiegen.

Als Theo Sommer China 1975 zum ersten Mal besuchte – damals als Teil des Pressetrosses von Altkanzler Helmut Schmidt – sah er das „alte China“. Pferdekarren und rostige Laster rollten im Schneckentempo an Baumwollfeldern, Kohlbeeten und Lehmziegelhütten in Richtung der geradezu ländlich anmutenden Hauptstadt Peking. Mao lebte noch und die Menschen trugen kommunistische Einheitskluft. Seitdem hat sich einiges getan.

Bei seinen nächsten Besuchen in den 1990er-Jahren erkannte Sommer das Land kaum wieder. Die Menschen trugen Kleidung in allerlei Schnitten und Farben. Die vielbefahrenen Straßen lagen im tiefen Schatten hoher Wolkenkratzer, deren Himmelssturm sinnbildlich für das Wachstum Chinas stand. Die Volksrepublik war mit Volldampf auf dem Weg von einer rückständigen Agrarökonomie zu einer der mächtigsten Volkswirtschaften der Welt.

Im Frühjahr 2019 war China bereits die größte Handelsmacht der Welt. Es war zur finanziellen Supermacht aufgestiegen und kurz davor, die USA als größte Volkswirtschaft abzulösen. Wie war das so schnell möglich?

Der wirtschaftliche Wandel begann 1976 nach Maos Tod. 1977 übernahm Deng Xiaoping die Führung der Kommunistischen Partei und fing an, das Land Stück für Stück für den Welthandel zu öffnen. Damit begann die Transformation der kommunistischen Planwirtschaft zur kapitalistischen Marktwirtschaft.

Sommer musste allerdings feststellen, dass sich eine Sache in diesen vier Jahrzehnten nicht verändert hatte: die prekäre Lage der Menschenrechte. Anno 2019 beklagen Menschrechtler noch immer die fehlende Presse- und Religionsfreiheit. Minderheiten wie die buddhistischen Tibeter oder die muslimischen Uiguren werden weiterhin schonungslos unterdrückt und bis an den Rand der kulturellen Auslöschung gedrängt.

Die Zensur gehört nach wie vor zum politischen Tagesgeschäft der Regierung. Ausländische Online-Dienste und -Medien wie Google, Facebook, Twitter oder die New York Times werden blockiert. Experten schätzen, dass der staatliche Kontrollapparat das Internet tagtäglich von sage und schreibe zwei Millionen Zensoren prüfen lässt, und Systemkritikern drohen Verfolgung und Gefängnis.

Die bunten Kleider der Menschen in den glitzernden Straßenschluchten täuschen: Die Parteiführung um Präsident Xi Jinping steigert zwar die materielle Lebensqualität der Bevölkerung, das Motto der Volksrepublik lautet aber nach wie vor Einheit und Konformität statt Pluralismus. Sommer beschrieb das 1976 in der ZEIT so: „Sie wollen die Technik des Westens, nicht seinen freien Geist.“ Daran hat sich bis heute wenig geändert.

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