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Charakter

Die Kunst, Haltung zu zeigen

By David Brooks
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Charakter: Die Kunst, Haltung zu zeigen by David Brooks

In Charakter schildert Autor David Brooks, wie sich unsere Gesellschaft zunehmend in eine Kultur des Großen Ichs verwandelt hat, in der Tugenden wie Freundlichkeit, Ehrlichkeit und Bescheidenheit nichts mehr zählen, weil Menschen nur noch nach ihrem eigenen Erfolg streben. Brooks erklärt, warum dieser Egoismus-Trend schlecht für uns ist und wir uns auf die alten Werte des Charakters zurückbesinnen sollten.

  • Jeder, der sich eingestehen muss, dass er zwar äußerlich alles im Leben erreicht hat, aber trotzdem unzufrieden ist
  • Menschen, die die narzisstischen Strömungen unserer zeitgenössischen Kultur besser verstehen möchten
  • Jeder, der von oberflächlichen Facebook-Posts und Feel-Good-Urlaubsbildern genervt ist

David Brooks ist Kolumnist bei der The New York Times und verfasst regelmäßig Beiträge für PBS NewsHour und Meet the Press. Seine letzten Bücher, Das soziale Tier und Die Bobos, schafften es in den USA auf die Bestseller-Listen.

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Charakter

Die Kunst, Haltung zu zeigen

By David Brooks
  • Read in 10 minutes
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  • Contains 6 key ideas
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Charakter: Die Kunst, Haltung zu zeigen by David Brooks
Synopsis

In Charakter schildert Autor David Brooks, wie sich unsere Gesellschaft zunehmend in eine Kultur des Großen Ichs verwandelt hat, in der Tugenden wie Freundlichkeit, Ehrlichkeit und Bescheidenheit nichts mehr zählen, weil Menschen nur noch nach ihrem eigenen Erfolg streben. Brooks erklärt, warum dieser Egoismus-Trend schlecht für uns ist und wir uns auf die alten Werte des Charakters zurückbesinnen sollten.

Key idea 1 of 6

Zeitgeist und Gesellschaft beeinflussen, welche Seite unserer Persönlichkeit zum Vorschein kommt.

Wir alle sind komplexe Wesen und vereinen ganz unterschiedliche – durchaus auch widersprüchliche – Eigenschaften in uns. Kaum jemand ist ausschließlich nett und großzügig oder durchweg egoistisch oder boshaft. Dieser Meinung ist auch Autor David Brooks und erklärt, wie das kulturelle Klima, in dem wir leben, unseren Charakter beeinflusst.

In jedem von uns kämpfen zwei Persönlichkeitsanteile um die Vorherrschaft. Brooks nennt diese unterschiedlichen Seiten Adam I und Adam II. Adam I beschreibt den nach außen gerichteten Teil unseres Charakters. Er verkörpert das Alphatier in unserer heutigen, von äußerlichem Erfolg besessenen Gesellschaft. Für Adam I zählen vor allem seine Karriere und die damit verbundenen Lebenslauf-Tugenden – also jene Kompetenzen und Qualifikationen, mit denen wir uns um eine Stelle bewerben würden. Adam I will andere im Wettbewerb ausstechen und strebt nach größtmöglicher Anerkennung seiner Leistungen und Erfolge.

Adam II dagegen beschreibt den eher nach innen gekehrten Teil unserer Persönlichkeit, für den die moderne Gesellschaft scheinbar kaum noch Verwendung hat. Adam II hat ein ausgeprägtes Verständnis davon, was richtig und falsch ist, und möchte jene Eigenschaften erreichen, die vor allem in Trauerreden erwähnt werden, um die persönlichen Vorzüge eines Menschen zu würdigen. Dazu zählen beispielsweise Freundlichkeit, Tapferkeit, Ehrlichkeit oder Treue.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich in der westlichen Welt ein gesellschaftlicher Wandel vollzogen – weg vom Modell des bescheidenen Adam II und hin zum auf sich selbst fokussierten Adam I. Dieser Wandel zeigt sich in sämtlichen Bereichen der gesellschaftlichen Debatte – von politischen Reden über Zeichentrickfilme und Ratgeberliteratur bis hin zu den Ansprachen von Promis aus der Unterhaltungsindustrie. Sie alle wiederholen ständig dieselbe Botschaft: Du bist etwas Besonderes! Folge deiner Leidenschaft und verwirkliche dich selbst!

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich unsere Gesellschaft immer mehr zu einer Kultur des Großen Ichs entwickelt, in der Bescheidenheit und Demut eher als Schwächen denn als Stärken gelten. Mehr über die soziokulturellen Gründe, die hinter dieser Entwicklung stehen, erfährst du in den nächsten Blinks.

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