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Bienendemokratie

Wie Bienen kollektiv entscheiden und was wir davon lernen können

By Thomas D. Seeley
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Bienendemokratie by Thomas D. Seeley

Bienendemokratie (2010) erklärt den faszinierenden Prozess, wie Bienen entscheiden, wo sie ihren Bienenstock bauen. Denn diesem lebenswichtigen Entschluss liegt ein hoch entwickeltes Modell zugrunde, von dem Menschen eine Menge lernen können – von systematischer Informationssuche bis hin zur quasi-demokratischen Entscheidungsfindung.

  • Naturwissenschaftlich interessierte Insektenliebhaber
  • Politikinteressierte, die etwas über Demokratie lernen wollen
  • Alle, die gern Honigbrote essen

Thomas D. Seeley ist Biologieprofessor an der Cornell University und gilt als einer der führenden Bienen-Experten weltweit. Er hat bereits zahlreiche Bücher über sie geschrieben. Die Titel Bienendemokratie und Auf der Spur der wilden Bienen sind auf Deutsch erschienen.

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Bienendemokratie

Wie Bienen kollektiv entscheiden und was wir davon lernen können

By Thomas D. Seeley
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Bienendemokratie by Thomas D. Seeley
Synopsis

Bienendemokratie (2010) erklärt den faszinierenden Prozess, wie Bienen entscheiden, wo sie ihren Bienenstock bauen. Denn diesem lebenswichtigen Entschluss liegt ein hoch entwickeltes Modell zugrunde, von dem Menschen eine Menge lernen können – von systematischer Informationssuche bis hin zur quasi-demokratischen Entscheidungsfindung.

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Honigbienen sind wahre Demokratinnen

Einmal im Jahr hält ein Schwarm Honigbienen ein seltsames Massenritual ab. Dabei verlassen zwei Drittel aller Bienen den gemeinsamen Bienenstock und sammeln sich an einem nahe gelegenen Baumast zu einem großen, summenden Ball. Dort harren sie dann für Stunden oder Tage aus, ehe sie ihrem alten Zuhause für immer den Rücken kehren. 

Was sie da machen? Sie bilden sich eine demokratische Meinung. Richtig gehört. Jedes Jahr im späten Frühjahr oder frühen Sommer sucht sich ein Schwarm Honigbienen einen neuen Bienenstock. Dazu müssen die rund 10.000 Bienen in einem Schwarm aber zunächst einmal entscheiden, wo es überhaupt hingehen soll.

Und wie genau funktioniert das alles? Das ist gar nicht so einfach zu sagen. Wir Menschen sind ja schon seit Jahrhunderten von Bienen fasziniert, die ersten Imker gab es im antiken Ägypten. Aber erst kürzlich haben Wissenschaftler begonnen, die Bienen wirklich zu verstehen. Einen großen Teil dieses Verständnisses haben sie der bahnbrechenden Arbeit des deutschen Wissenschaftlers Martin Lindauer zu verdanken.

Im Jahr 1949 beobachtete Lindauer eines Tages etwas Ungewöhnliches an einem Bienenschwarm: Einige Bienen führten Bewegungen aus, die für ihn auf den ersten Blick wie Schwänzeltänze aussahen. Schwänzeltänze sind Bewegungsmuster, mit denen sich Bienen gegenseitig den Standort von Blütennektar mitteilen. Doch was Lindauer beobachtete, waren keine normalen Schwänzeltänze. Die Tänzerinnen trugen zum Beispiel keine Pollen als Schmuck, wie sie es üblicherweise tun. Im Gegenteil: Viele von ihnen sahen regelrecht schmutzig aus. Eine der Bienen war mit Ruß bedeckt, eine andere mit Ziegelstaub und wieder ein andere mit etwas, das nach Mehl aussah.

Lindauer hatte einen Verdacht: Diese schmutzigen Bienen waren auf der Suche nach einem neuen Zuhause gewesen. 

Viele Jahre und Experimente später sah er seine Vermutung bestätigt. Seitdem hat die Wissenschaft noch einiges mehr über den komplexen Prozess herausgefunden, anhand dessen Bienen über neue Neststandorte entscheiden. Und mit jeder Entdeckung werden die beeindruckenden demokratischen Fähigkeiten der Honigbienen deutlicher. Der Autor selbst lässt sich inzwischen von diesen Fähigkeiten inspirieren, wenn er ein Meeting leiten muss!

Zunächst halten wir aber fest: Honigbienen finden ihren Nistplatz durch einen komplexen demokratischen Prozess.

In den kommenden Blinks werden wir genauer untersuchen, wie dieser Prozess im Detail funktioniert.

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