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Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn

Über die optimalen Rahmenbedingungen für die Entfaltung eines Gehirns

By Gerald Hüther
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Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn by Gerald Hüther

Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn (2006) klärt darüber auf, welche Umstände dazu führen, dass unser Gehirn nicht optimal genutzt wird, und zeigt Wege auf, wie wir uns darüber hinwegsetzen können. Mach dich mit den optimalen Rahmenbedingungen für die Entfaltung deines Gehirns vertraut und lerne, Fehlentwicklungen im Nachhinein entgegenzusteuern.

  • Alle, die sich für die Ursprünge menschlichen Verhaltens interessieren
  • Menschen, die den Blick in den Spiegel nicht scheuen
  • Andersdenkende und Dogmatiker

Professor Gerald Hüther leitet als Neurobiologe die Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Universitäten Göttingen und Mannheim/Heidelberg. Hüther ist durch zahlreiche Interviews und Auftritte zum Thema Hirnforschung und deren Anwendung im Alltag bekannt.

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Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn

By Gerald Hüther
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Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn by Gerald Hüther
Synopsis

Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn (2006) klärt darüber auf, welche Umstände dazu führen, dass unser Gehirn nicht optimal genutzt wird, und zeigt Wege auf, wie wir uns darüber hinwegsetzen können. Mach dich mit den optimalen Rahmenbedingungen für die Entfaltung deines Gehirns vertraut und lerne, Fehlentwicklungen im Nachhinein entgegenzusteuern.

Key idea 1 of 8

Programmierung: Unser Gehirn bleibt das ganze Leben lang lernfähig und veränderbar.

 

 

Ein Insekt ist nicht in der Lage, seine genetisch vorprogrammierten Verhaltensmuster zu durchbrechen. Taucht ein neuer, bislang unbekannter Fressfeind auf, fliegt das Insekt weiterhin seine gewohnten Routen, auch wenn das bedeutet, dass eine ganze Spezies dem Feind ins offene Maul fliegt und ausstirbt. Gehirne von Insekten, aber auch von Würmern oder Schnecken sind programmgesteuerte Konstruktionen.

Wir Menschen sind anders, denn wir verfügen über ein Gehirn, das das ganze Leben lang durch neue Erfahrungen verändert werden kann – es ist eine zeitlebens programmierbare Konstruktion. Es arbeitet stets auf das Ziel hin, den Organismus am Leben und seine innere Ordnung aufrechtzuerhalten und dazu bringt es Verhalten hervor, das den jeweiligen Umständen angepasst ist. Kühlt sich das Klima ab, erfindet das Gehirn warme Kleidung. Taucht ein neuer Fressfeind auf, lässt es uns davonlaufen und alternative Wege zur Nahrung erschließen.

Die Gehirne anderer Säugetiere und Vögel sind ebenfalls durch Umwelteinflüsse programmierbar – jedoch v.a. in jungen Jahren. Eine junge Nachtigall lernt den Gesang von ihrem Vater. Wenn sie anstelle des Vaters in der Nähe des Nests einen Hahn krähen hört, wird ihr Gesang später eher an Hahnengeschrei erinnern.

Einzig das menschliche Gehirn und das unserer nächsten Verwandten, der Menschenaffen, ist bis zum Lebensende in der Lage, gemachte Erfahrungen weiter in die Entwicklung zukünftigen Verhaltens einzubeziehen. Je öfter sich ein bestimmtes Verhalten bewährt, desto wahrscheinlicher werden wir es in Zukunft wieder zeigen. Wer im Kindergarten gelernt hat, sich mit Fäusten durchzusetzen, wird sie später eher gebrauchen als jemand, der mit dieser Strategie gegen die Wand gefahren ist.

Manchmal führt uns dieses antrainierte Verhalten jedoch in eine Sackgasse oder sogar ins Gefängnis, wenn wir nicht in der Lage sind, Konflikte anders als mit aggressiven Mitteln zu lösen.

Glücklicherweise ist das menschliche Gehirn fähig, einmal gelerntes Verhalten wieder zu löschen. Was uns nicht zum gewünschten Ziel gebracht hat, kann überprüft und schrittweise weiterentwickelt werden.

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