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Aus den Ruinen des Empires

Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens

By Pankaj Mishra
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Aus den Ruinen des Empires: Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens by Pankaj Mishra

Aus den Ruinen des Empires (2013) beschreibt die Geschichte der vergangenen zwei Jahrhunderte aus einer asiatischen Perspektive. Konfrontiert mit der Macht Europas, sahen sich Länder wie China und Indien, aber auch der Nahe Osten im 19. Jahrhundert vor die Frage gestellt: Wie können wir mit dem Westen mithalten, ohne uns ihm zu beugen? Diese Blinks zeigen dir, welche Antworten asiatische Herrscher, Politiker und Intellektuelle darauf gefunden haben.

  • Menschen, die sich für Geschichte begeistern 
  • Alle, die über Europas Horizont hinausblicken wollen
  • Jeder, der sich für asiatische Denker interessiert

Pankaj Mishra ist ein indischer Schriftsteller, Journalist und Buchkritiker. Er veröffentlicht regelmäßig Artikel im Guardian, in der New York Times und der New York Review of Books. Mit seinem Sachbuch Butter Chicken in Ludhiana, in dem er mit den Augen eines Soziologen auf eine indischen Kleinstadt und ihren Wandel durch die Globalisierung blickt, wurde er international bekannt.

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Aus den Ruinen des Empires

Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens

By Pankaj Mishra
  • Read in 16 minutes
  • Contains 10 key ideas
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Aus den Ruinen des Empires: Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens by Pankaj Mishra
Synopsis

Aus den Ruinen des Empires (2013) beschreibt die Geschichte der vergangenen zwei Jahrhunderte aus einer asiatischen Perspektive. Konfrontiert mit der Macht Europas, sahen sich Länder wie China und Indien, aber auch der Nahe Osten im 19. Jahrhundert vor die Frage gestellt: Wie können wir mit dem Westen mithalten, ohne uns ihm zu beugen? Diese Blinks zeigen dir, welche Antworten asiatische Herrscher, Politiker und Intellektuelle darauf gefunden haben.

Key idea 1 of 10

Europas Unterwerfung von Asien begann mit Napoleons Einmarsch in Ägypten.

Englisch ist in Indien Amtssprache, in China wird ziemlich gutes Bier gebraut, und die Landkarte der arabischen Welt sieht heute ganz anders aus als noch vor zweihundert Jahren. Die Spuren, die Europäer auf dem asiatischen Kontinent hinterlassen haben, sind unübersehbar. Doch wie kam es eigentlich zu diesem überwältigenden Einfluss Europas? 

Startschuss war im Jahr 1798 Napoleons Einmarsch in Ägypten mit 40.000 Soldaten. Über Ägypten öffnete sich der Landweg auf die arabische Halbinsel und weiter auf den asiatischen Kontinent. Es folgte eine Welle der Invasion europäischer Kolonialmächte. Die Staaten waren überzeugt, dass sie ihren Einfluss in Asien stärken müssten, um sich wirtschaftliche und politische Macht zu sichern.

Dabei geschah die Unterwerfung der asiatischen Länder meistens nicht militärisch, sondern durch wirtschaftliche Maßnahmen. Zwischen dem Westen und China herrschte bis in das 19. Jahrhundert ein Ungleichgewicht in den Handelsbeziehungen. China hatte mehr Waren im Angebot, die für Europa interessant waren, als umgekehrt – Tee, Seide und Porzellan aus Fernost wurden den Kolonialwarenhändlern förmlich aus den Händen gerissen. Doch schließlich fand Großbritannien ein Produkt, das China im wahrsten Sinn des Wortes abhängig von europäischen Lieferungen machte: Opium. 

Die Handelsbilanz kehrte sich um, und Großbritannien gewann immer mehr Einfluss in China. Auch die zwei Opiumkriege in den Jahren 1839 bis 1842 und 1856 bis 1860 konnten China nicht von der Herrschaft der Briten befreien. Die Verträge, die nach dem Sieg über China geschlossen wurden, zwangen das Land sogar dazu, sich noch weiter dem westlichen Einfluss zu öffnen.

Auch Indien hatte keine Chance gegen die Vormacht Großbritanniens. Zwar versuchten sich die Inder 1857 in einem Aufstand gegen die übermächtige Präsenz der British East India Trading Company zu wehren, doch ihre Truppen waren zu schlecht ausgerüstet und verloren den ungleichen Kampf. Nach dem Aufstand erhöhten die Briten die Zahl ihrer stationierten Soldaten und begannen, das Land in einzelne Distrikte aufzuteilen, in denen die Kolonialherren ihre Macht durch bürokratische Kontrollen und militärische Präsenz über die Inder ausübten.

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