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Atmen

Wie die einfachste Sache der Welt unser Leben verändert

By Jessica Braun
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Atmen: Wie die einfachste Sache der Welt unser Leben verändert by Jessica Braun

Ob flach, tief oder auch einmal Mund zu Mund – wir alle tun es, wir alle brauchen es: Atmen. Dabei ist den meisten von uns gar nicht bewusst, wie komplex diese einfachste Sache der Welt in Wirklichkeit ist. In den Blinks zu Atmen (2019) zeigen wir dir, wie der tägliche Luftaustausch funktioniert und wie wir den Atem nach unserem Willen formen, trainieren und für uns nutzen können.

  • Atemlose
  • Luftgenießer
  • Alle, die bewusster atmen wollen

Die Journalistin und Buchautorin Jessica Braun lebt und arbeitet in Berlin. Sie schreibt u.a. für Die Zeit, die Süddeutsche Zeitung und Glamour. Für ihr Buch Atmen begab sie sich auf eine Entdeckungstour durch die Welt der Respiration.

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Atmen

Wie die einfachste Sache der Welt unser Leben verändert

By Jessica Braun
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Atmen: Wie die einfachste Sache der Welt unser Leben verändert by Jessica Braun
Synopsis

Ob flach, tief oder auch einmal Mund zu Mund – wir alle tun es, wir alle brauchen es: Atmen. Dabei ist den meisten von uns gar nicht bewusst, wie komplex diese einfachste Sache der Welt in Wirklichkeit ist. In den Blinks zu Atmen (2019) zeigen wir dir, wie der tägliche Luftaustausch funktioniert und wie wir den Atem nach unserem Willen formen, trainieren und für uns nutzen können.

Key idea 1 of 9

Atmen heißt leben.

Luft rein, Luft wieder raus. Was ist schon dabei? Etwa 20.000 Mal atmen wir pro Tag, ca. 650 Millionen Mal im ganzen Leben. Und das meistens unbewusst. Erst wenn die Luft einmal knapp wird, merken wir, dass Atmen mehr als nur ein Hobby ist. Es schenkt uns Energie, hält den Körper am Laufen und lässt uns so überhaupt erst am Leben sein.

Schon vor der Geburt dreht sich alles ums Atmen. Die Mutter trainiert im „Hechelkurs“ Atemtechniken, die die Geburtsschmerzen verringern sollen. Der Fötus schnorchelt über die Nabelschnur mit und übt den bevorstehenden Atemauftakt schon einmal mit Schluckauf. Wenn es dann durch den Geburtskanal nach draußen geht, erfährt das Kind einen Hormonstoß, der stärker ist als bei einem Herzinfarkt. Er bewirkt u.a., dass das Fruchtwasser in der Lunge abgebaut und damit Platz für den ersten Atemzug geschaffen wird. Nach dem ersten Schrei atmen alle auf – und das Wunder des Lebens nimmt seinen Lauf.

Atmen ist neben dem Herzschlag die Vitalfunktion schlechthin: Ein Mensch kann einige Tage ohne Wasser und Nahrung auskommen. Doch setzt die Atmung aus, dann bleiben nur Minuten. Luftholen ist also eine Überlebensfrage. Beim Wie und Wie viel haben wir jedoch ein Wörtchen mitzureden, denn anders als bspw. die Verdauung können wir unseren Atem willkürlich beeinflussen.

Überdies wird dem Atem, den man übrigens auch Odem nennen kann, in vielen Kulturen eine spirituelle Bedeutung beigemessen. Schon die alten Ägypter sprachen vom „Atem des Lebens“. In der traditionellen chinesischen Medizin gilt das Qi – wörtlich etwa „Dampf“ oder „Atem“ – als Lebensquelle, die alles durchdringt und begleitet. Für die Aborigines im australischen Queensland ist der Atem mit dem Geist wau-wau verbunden, der bis zum Tod im Körper wohnt. Die Verknüpfung von Atem und Seele bzw. Geist ist selbst im medizinischen Fachjargon präsent, wo Einatmen als Inspiration bezeichnet wird, wörtlich „Einhauchen“ oder „Beseelung“.

Und dann gibt es da noch die Idee vom Atem als unserer Verbindung mit der Welt, quasi als ätherischer Super-Connection. Das mag esoterisch klingen, ist aber gar nicht so abwegig. Denn die Luft, die wir einatmen, ist voller verwirbelter Atome, die vorher einmal zu etwas oder jemand anderem gehört haben – vielleicht sogar zu einem anderen Stern. Zugleich geben wir mit jeder Ausatmung etwas von uns selbst an die Welt zurück. Es ist also ein permanentes Geben und Nehmen.

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