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Ab in die Küche!

Wie wir die Kontrolle über unsere Ernährung zurückgewinnen

By Franz Keller
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Ab in die Küche! by Franz Keller

Wenn es nach Franz Keller geht, haben wir den Kontakt zu dem, was wir essen, ein Stück weit verloren. Zum Teil ist dies die Schuld großer Konzerne und vom Lobbyismus beeinflusster Politik, zum Teil aber auch unsere eigene. In den Blinks zu Ab in die Küche! erklären wir dir, wieso wir beim Essen mehr Wert auf Qualität und Verhältnismäßigkeit legen sollten.

  • Feinschmecker und solche, die es werden wollen
  • Alle, die sich bewusster ernähren wollen 
  • Lobbyismuskritiker

Franz Keller ist einer der bekanntesten Sterneköche Deutschlands. Gelernt hat er bei den Besten, unter anderem in Frankreich bei Paul Bocuse und Michel Guérard. Als er bemerkte, dass sich die Spitzengastronomie mehr und mehr auf spektakuläre Rezepte mit exklusiven Zutaten versteifte, kehrte er der Sternewelt den Rücken. Seither züchtet er Rinder und verfolgt in seiner Adler-Wirtschaft im Rheingau seine ganz eigene Philosophie: vom Einfachen das Beste.

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Ab in die Küche!

Wie wir die Kontrolle über unsere Ernährung zurückgewinnen

By Franz Keller
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Ab in die Küche! by Franz Keller
Synopsis

Wenn es nach Franz Keller geht, haben wir den Kontakt zu dem, was wir essen, ein Stück weit verloren. Zum Teil ist dies die Schuld großer Konzerne und vom Lobbyismus beeinflusster Politik, zum Teil aber auch unsere eigene. In den Blinks zu Ab in die Küche! erklären wir dir, wieso wir beim Essen mehr Wert auf Qualität und Verhältnismäßigkeit legen sollten.

Key idea 1 of 8

Ein gutes Essen stärkt nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere zwischenmenschlichen Beziehungen.

Franz Keller wurde die Liebe zur Kulinarik in die Wiege gelegt. Seine Kindheit verbrachte er hauptsächlich in der Küche des elterlichen Restaurants – zwischen Tellergeklapper und Bratendüften wurde gescherzt, gestritten und Gemeinschaft gelebt. So lernte Keller dort nicht nur das Handwerk des Kochens, sondern auch dessen soziale Bedeutung kennen. Gutes Essen ist für den ehemaligen Sternekoch seither gleichbedeutend mit Heimat und Geborgenheit.

Zu einem gelungenen Essen gehört für ihn jedoch nicht nur die frische Zubereitung, auch Herkunft und Qualität der Lebensmittel sind entscheidend. Eine reife Brombeere direkt vom Strauch oder einen regionalen Kopf Weißkohl würde Keller jeder weit gereisten Avocado vorziehen. 

Dieser Bezug zum Essen kommt uns abhanden, wenn wir immer weniger selbst kochen und mit der Herkunft der Produkte beschäftigen. Umfragewerte zeigen, dass mehr als jeder Vierte hierzulande gar nicht oder maximal einmal pro Woche kocht. Dadurch gehen wichtiges Wissen und zentrale Gemeinschaftsmomente verloren.  

Eine gute Mahlzeit kann nämlich Wunder in unsere zwischenmenschlichen Beziehungen wirken. Dies stellte Franz Keller in besonderer Weise fest, als er eines Abends Bundeskanzlerin Angela Merkel und den russischen Staatschef Wladimir Putin in seinem Restaurant, der Adler-Wirtschaft, bekochen durfte. 

Der Abend stand zunächst unter keinem guten Stern. Nicht nur waren die deutsch-russischen Beziehungen zu diesem Zeitpunkt mehr als angespannt, auch ließ Putin die Kanzlerin mehrere Stunden warten. Doch von Gang zu Gang hellte sich die Stimmung merklich auf. Hatte Angela Merkel zu Beginn noch angedroht, das Dinner nach spätestens zwei Stunden beenden zu wollen, so waren bereits mehr als fünf Stunden vergangen, als den Staatschefs schließlich das Dessert serviert wurde. Von frostiger Stimmung nichts zu merken: Merkel und Putin teilten sich am Ende sogar eine Extraportion Crème Brûlée. Es ist doch erstaunlich, was so ein gutes Essen alles anrichten kann!

Nun muss man kein Politiker sein, um in den Genuss dieser Wirkung zu kommen. Auch so manche Ehekrise wurde schon bei Kerzenschein, Rotwein und einer hausgemachten Lasagne bereinigt. Wenn wir gemeinsam mit Freunden oder Familie kochen oder essen, sind wir mit sämtlichen Sinnen im Hier und Jetzt.

Wie finden wir aber diese Freude an Kulinarik wieder? Nun, zunächst müssen wir einen genauen Blick darauf werfen, was auf unseren Teller kommt.

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