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21 Lektionen für das 21. Jahrhundert

Ein Wegweiser für die Chancen und Gefahren unseres Jahrhunderts

By Yuval Noah Harari
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21 Lektionen für das 21. Jahrhundert by Yuval Noah Harari

21 Lektionen für das 21. Jahrhundert (2018) ist ein unbequemer Lackmustest für die Zukunftstauglichkeit unserer Spezies. Das Ergebnis ist ernüchternd: Der Mensch des 21. Jahrhunderts weiß weitaus weniger, als er denkt. Diese Blinks destillieren die größten Herausforderungen unserer Zeit zu alltagstauglichen Lektionen. Sie verraten dir, auf welche Eigenschaften und Werte es ankommt, wenn wir aus der unsteten Gegenwart eine sichere Zukunft machen wollen.

  • Jeder, der das Weltgeschehen aufmerksam verfolgt
  • Geschichtsfreaks auf der Suche nach schlauen Erkenntnissen
  • Jeder mit Blick für das große Ganze, Weitsicht und kulturgeschichtliche Draufschau

Yuval Noah Harari promovierte an der University of Oxford in Geschichte und lehrt heute als Professor für Welt- und Militärgeschichte an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Seine beiden Bestseller Eine kurze Geschichte der Menschheit und Homo Deus wurden weltweit über zwölf Millionen Mal verkauft und in über 50 Sprachen übersetzt.

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21 Lektionen für das 21. Jahrhundert

By Yuval Noah Harari
  • Read in 18 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 11 key ideas
21 Lektionen für das 21. Jahrhundert by Yuval Noah Harari
Synopsis

21 Lektionen für das 21. Jahrhundert (2018) ist ein unbequemer Lackmustest für die Zukunftstauglichkeit unserer Spezies. Das Ergebnis ist ernüchternd: Der Mensch des 21. Jahrhunderts weiß weitaus weniger, als er denkt. Diese Blinks destillieren die größten Herausforderungen unserer Zeit zu alltagstauglichen Lektionen. Sie verraten dir, auf welche Eigenschaften und Werte es ankommt, wenn wir aus der unsteten Gegenwart eine sichere Zukunft machen wollen.

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Die moderne Informationstechnologie untergräbt unsere finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Systeme.

Das 20. Jahrhundert wurde von einem gigantischen ideologischen Kräftemessen dominiert: dem globalen Machtkampf zwischen Kommunismus, Faschismus und Liberalismus. Ende des 20. Jahrhunderts stand der westliche Liberalismus vorerst als klarer Sieger fest. Demokratie, freie Marktwirtschaft und Menschenrechte schienen weltweit auf dem Vormarsch. Doch seitdem ist viel passiert. Zeit für eine Bestandsaufnahme.

Anfang des 21. Jahrhunderts ist es erschreckend schlecht um den einst strahlenden Sieger bestellt. Schuld daran ist ausgerechnet die technologische Revolution. Die Computertechnologie hat unsere Welt seit den 1990er-Jahren radikal verändert. Und doch scheinen heutzutage die wenigsten Politiker in der Lage, das Ausmaß der Veränderung zu begreifen – geschweige denn sie zu kontrollieren.

Nehmen wir das Beispiel der Finanzwelt. Die Computer haben unser globales Finanzsystem so kompliziert und kryptisch gemacht, dass nur noch eine kleine Gruppe von Menschen versteht, wie es wirklich funktioniert. Je rasanter die Entwicklung der künstlichen Intelligenz fortschreitet, desto schneller nähern wir uns einem Punkt, an dem die Verarbeitung von Finanzdaten die menschliche Vorstellungskraft endgültig überschreiten könnte. Nicht auszudenken, was das für politische Entscheidungsprozesse bedeutet. Stell dir nur mal eine Zukunft vor, in der die Haushaltspläne und Steuerreformen unserer Regierungen von Algorithmen abgesegnet werden.

Bedauerlicherweise steht der Umgang mit diesen disruptiven Technologien bei den meisten Politikern heute trotzdem nicht auf der Agenda. Im US-Wahlkampf 2016 z.B. thematisierten weder Trump noch Clinton die Auswirkungen der Automatisierung auf den amerikanischen Arbeitsmarkt. Streng genommen standen disruptive Technologien nur einmal im Mittelpunkt des Geschehens – und zwar im Zusammenhang mit Hillary Clintons E-Mail-Affäre.

Diese Ignoranz führt dazu, dass viele Wähler das Vertrauen in das politische Establishment verlieren. Immer mehr Menschen in den westlichen Demokratien fühlen sich nutzlos in der schönen neuen Welt der schlauen Maschinen. Und genau diese Angst vor der Bedeutungslosigkeit treibt sie dazu, sich verzweifelt an jede Form von politischer Macht zu klammern, die ihnen bleibt. Bevor es zu spät ist. Genau das war der Grund für die politischen Erdbeben von 2016. Sowohl der Brexit als auch die Wahl von Donald Trump wurden von ganz „normalen“ Menschen unterstützt, die Angst haben, die liberale Welt könnte sie abhängen.

Im 20. Jahrhundert hatten die einfachen Angestellten Angst, die wirtschaftliche Elite könnte ihre Arbeitskraft ausnutzen. Anfang des 21. Jahrhundert sorgen sich die Menschen um den völligen Verlust ihres sozialen Status in einer Hightech-Wirtschaft, die sie schlicht und einfach nicht mehr braucht.

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