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12 Rules For Life

Ordnung und Struktur in einer chaotischen Welt

By Jordan B. Peterson
  • Read in 21 minutes
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  • Contains 13 key ideas
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12 Rules For Life by Jordan B. Peterson
Synopsis

Stell dir vor, du könntest das gesamte Wissen der Welt auf zwölf simple und effektive Lebensregeln komprimieren. Jordan Peterson hat genau das mit 12 Rules For Life (2018) versucht. Diese Blinks stützen sich auf philosophische Weisheiten und moderne wissenschaftliche Erkenntnisse. Sie untersuchen religiöse Mythen, alltägliche Redewendungen sowie populäre Narrative. Das Ergebnis sind zwölf kurzweilige Regeln für ein erfülltes modernes Leben. 

Key idea 1 of 13

Kopf hoch, Brust raus

Du kennst den Begriff der „Hackordnung“. Das Wort wird gerne verwendet, wenn es um Hierarchien und Machtverhältnisse geht. Aber kennst du auch dessen Ursprung?

Das Konzept geht zurück auf den norwegischen Zoologen Thorleif Schjelderup-Ebbe, der in den 1920er-Jahren das Verhalten gewöhnlicher Hühner erforschte. Und tatsächlich: Unter diesen Vögeln herrschte eine klare Rangordnung. An der Spitze standen die körperlich stärksten und gesündesten Tiere. Sie waren bei der Fütterung stets die Ersten, die sich die größten und besten Körner wegpickten. Am unteren Ende standen die schwachen Hühner mit fragiler Statur und löchrigem Federkleid. Sie mussten sich mit den Krümeln und Krumen begnügen.

Solche Hierarchien finden sich nicht nur unter Hühnern, sondern vielerorts im Tierreich. Eines der besten Beispiele dafür sind Hummer. Egal, ob sie im Meer oder in Gefangenschaft aufwachsen – Hummer kämpfen stets mit Scheren und Kruste um den sichersten Unterschlupf.

Forscher fanden heraus, dass sich diese Kämpfe je nach Ausgang auf die Neurochemie der Tiere auswirken. Die Gewinner produzieren deutlich mehr Serotonin als Octopamin. Bei den Verlierern war das Verhältnis umgekehrt.

Und jetzt kommt’s: Die Pegel dieser Botenstoffe können sich auf die Körperhaltung der Tiere auswirken. Mehr Serotonin führt zu agilen und aufrechten Gewinner-Hummern, während sich die Octopamin-reichen Verlierer zurückziehen und klein machen. Dieser Unterschied beeinflusst dann zukünftige Konflikte, weil die aufrechten Hummer größer und gefährlicher wirken, sodass die ohnehin steifen Angsthummer noch früher kapitulieren.

Du ahnst, was jetzt kommt: Solche Dynamiken gibt es auch bei uns Menschen. Studien legen nahe, dass Menschen mit Alkoholproblemen oder depressiven Störungen häufiger vor kompetitiven Situationen zurückschrecken. Diese Scheu verstärkt ihre Selbstzweifel, ihre Lethargie und letztlich ihre psychischen Probleme.

Dagegen treten Menschen mit Sieges- oder Glückssträhne oft buchstäblich mit breiter Brust auf. Und diese stolze, selbstsichere Körpersprache verbessert ihre Erfolgschancen zusätzlich. Denn genau wie die Hummer messen auch wir Menschen ständig, in welchem Verhältnis wir zu unseren Artgenossen stehen. Und wir neigen dazu, von der Körpersprache anderer Menschen auf vorteilhafte Eigenschaften wie Intelligenz zu schließen.

Damit wären wir bei der ersten Regel: „Steh aufrecht und mach die Schultern breit!“

Wann immer du einen Schub fürs Ego brauchst, denk an unsere Hummer: Tritt auf wie ein Gewinner! Die selbstsichere Körperhaltung verschafft dir wichtige Vorteile.

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