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Was man für Geld nicht kaufen kann

Die moralischen Grenzen des Marktes

Von Michael J. Sandel
15 Minuten
Was man für Geld nicht kaufen kann: Die moralischen Grenzen des Marktes von Michael J. Sandel

In Was man für Geld nicht kaufen kann wird erklärt, wie die Prinzipien des Marktes auf immer mehr Lebensbereiche übertragen werden und welche Folgen das hat. Michael Sandel zeigt, warum diese Entwicklung einige wichtige moralische Fragen aufwirft und fordert zu einer kritischen öffentlichen Debatte auf: Wir müssen uns bewusst werden, welchen Einfluss marktwirtschaftliches Denken auf unsere Gesellschaft hat, und in was für einer Gesellschaft wir leben wollen.

  • Studenten der Politik, Wirtschaft oder Philosophie
  • Jeder, der sich für den Konflikt zwischen Wirtschaft und Moral interessiert
  • Jeder, der mehr über Kritik am marktwirtschaftlichen Denken wissen möchte

Michael J. Sandel ist Professor für Politik in Harvard. Er ist seit mehr als 30 Jahren einer der wichtigsten amerikanischen Autoren zu den Themen Gerechtigkeit und Ethik. Aber vor allem ist er auch ein Philosoph; dem breiten Publikum wurde er bekannt durch seinen frei verfügbaren Online-Kurs „Justice: What’s the right thing to do?”.

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Was man für Geld nicht kaufen kann

Die moralischen Grenzen des Marktes

Von Michael J. Sandel
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • 9 Kernaussagen
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Was man für Geld nicht kaufen kann: Die moralischen Grenzen des Marktes von Michael J. Sandel
Worum geht's

In Was man für Geld nicht kaufen kann wird erklärt, wie die Prinzipien des Marktes auf immer mehr Lebensbereiche übertragen werden und welche Folgen das hat. Michael Sandel zeigt, warum diese Entwicklung einige wichtige moralische Fragen aufwirft und fordert zu einer kritischen öffentlichen Debatte auf: Wir müssen uns bewusst werden, welchen Einfluss marktwirtschaftliches Denken auf unsere Gesellschaft hat, und in was für einer Gesellschaft wir leben wollen.

Kernaussage 1 von 9

Marktwirtschaftliches Denken hat fast jeden Winkel unseres Lebens durchdrungen und wirft dadurch große moralische Fragen auf.

In den letzten 30 Jahren wurde die Politik durch den Glauben an die freie Marktwirtschaft bestimmt. Nur langsam wurde Kritik an ihr im öffentlichen Diskurs hörbar und erst mit der Finanzkrise 2008 haben wir begonnen, sie ernsthaft in Frage zu stellen. Die Kritik an der Marktwirtschaft konzentriert sich aber zu sehr auf rein wirtschaftliche Facetten. Was in der öffentlichen Diskussion übersehen wird, ist, dass die Marktwirtschaft auch große moralische Fragen aufwirft – denn sie dringt immer weiter in Bereiche ein, die vorher nichts mit Markt oder Wirtschaft zu tun hatten.

Diese Entwicklung ist schon erstaunlich weit fortgeschritten. Momentan werden Bereiche wie Gesundheit, Bildung oder Sicherheit immer mehr ökonomisiert. Ein Anzeichen dafür ist, dass viele Dinge, die man vorher nicht kaufen konnte, einen Preis bekommen haben.

Dafür gibt es endlos viele Belege: In den USA kann man zum Beispiel für 1.500 $ die Handynummer seines Hausarztes bekommen. In Amerika und England sind die verbeamteten Polizisten mittlerweile in der Minderheit – die Mehrheit ist bei privaten Sicherheitsfirmen angestellt. Und in Texas werden Schulkinder dafür bezahlt, dass sie Bücher lesen: Sie bekommen pro Buch 2 $.

Das Problem daran ist, dass diese bedenkliche Entwicklung nicht wirklich wahrgenommen und diskutiert wird. Weil wir gute Erfahrungen damit gemacht haben, denken wir, dass der Markt immer die beste Lösung ist. Als zum Beispiel die Börsenpreise in den 80er Jahren von der kontrollierenden Hand der Regierungen befreit wurden, gingen die Börsenkurse steil nach oben. Durch mehr Liberalismus, also mehr Markt und weniger Staat, hat sich das weltweite Bruttosozialprodukt seit den 80er Jahren mehr als verdreifacht.

Die freie Marktwirtschaft hat daher heutzutage so ein gutes Image, dass wir komplett übersehen, dass sie mittlerweile in Bereiche vordringt, in denen sie nichts zu suchen hat und dort großen Schaden anrichtet.

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