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Untenrum frei

Eine feministische Analyse der Gegenwart

Von Margarete Stokowski
15 Minuten
Audio-Version verfügbar
Untenrum frei von Margarete Stokowski

Untenrum frei (2016) ist zugleich eine autobiografische Erzählung und eine analytische Betrachtung unserer Gesellschaft. Margarete Stokowski beschreibt darin, wie und warum Frauen noch immer benachteiligt werden, auf welche Weise gesellschaftliche Macht und sexualisierte Gewalt zusammenhängen und wo der Feminismus ansetzen muss, um den Sexismus auszuhebeln und unsere gesellschaftlichen Strukturen zurechtzurücken.

  • Interessierte, die verstehen wollen, worum es im Feminismus geht
  • Alle, die die Hoffnung auf eine gerechtere Welt noch nicht aufgegeben haben
  • Jeder, der glaubt, Geschlechtergerechtigkeit habe nichts mit ihm zu tun

Margarete Stokowski wurde 1986 in Polen geboren. 1988 zog ihre Familie mit ihr nach Berlin, wo sie später Philosophie und Sozialwissenschaften studierte. Heute schreibt sie als Journalistin für Missy Magazine, Spiegel Online und die taz. Ihre Kolumnen und Artikel behandeln überwiegend feministische Themen wie sexuelle Belästigung, Benachteiligung von Frauen und Misogynie. Untenrum frei ist ihr erstes Buch.

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Untenrum frei

Von Margarete Stokowski
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 9 Kernaussagen
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Untenrum frei von Margarete Stokowski
Worum geht's

Untenrum frei (2016) ist zugleich eine autobiografische Erzählung und eine analytische Betrachtung unserer Gesellschaft. Margarete Stokowski beschreibt darin, wie und warum Frauen noch immer benachteiligt werden, auf welche Weise gesellschaftliche Macht und sexualisierte Gewalt zusammenhängen und wo der Feminismus ansetzen muss, um den Sexismus auszuhebeln und unsere gesellschaftlichen Strukturen zurechtzurücken.

Kernaussage 1 von 9

Niemand wird als Frau geboren – gesellschaftliche Normen definieren das Geschlecht.

Es heißt nicht ohne Grund Gameboy und nicht Gamegirl. Dass Jungs lieber Super Mario zocken und Mädchen lieber Familie spielen, hat allerdings nichts mit Biologie zu tun. Die geschlechtsspezifische Sozialisation ist dafür verantwortlich.

Schon als Kind werden wir durch die Medien und unsere Mitmenschen mit gewissen Rollenbildern konfrontiert, an die wir uns anzupassen versuchen. Das führt dazu, dass das Geschlecht bereits sehr früh zu einem wichtigen Aspekt unserer Identität wird – sogar schon vor der Geburt. „Was wird es denn?“, werden Mütter oft gefragt. Diese Frage ist deswegen so interessant für viele, weil mit der Antwort bestimmte Vorstellungen und Erwartungen verbunden sind, wie das Leben des Kindes einmal ablaufen wird.

Eine der Rollen, mit denen sich Mädchen häufig identifizieren, ist die der Prinzessin. In Filmen, Cartoons und anderen Erzählungen leben Prinzessinnen den Kindern ein bestimmtes Ideal vor. Diesem Ideal eifern die Mädchen nach. Ihm zu entsprechen kostet jedoch Anstrengung. Immer wieder müssen die Kinder versuchen, sich dem jeweiligen Rollenbild anzunähern, müssen Schritt halten und nachahmen. Diesen Prozess nennt man auch „doing gender“. Ein Geschlecht hat man nämlich nicht einfach, man lebt es und das ist Arbeit – von klein auf.

Zwei Aspekte haben dabei für das Rollenbild der Frau eine besonders große Bedeutung: Schönheit und Fürsorge. Schon früh in der Kindheit wird Mädchen vermittelt, diese zwei Eigenschaften würden zu ihrem Geschlecht einfach dazugehören. Und natürlich ist an diesen Charakterzügen nichts auszusetzen – ganz im Gegenteil. Es ist die Erwartungshaltung, alle Frauen müssten mitfühlend und hübsch sein, die ein Problem darstellt, denn sie ist Ausdruck eines Machtgefüges.

Arielle, die Meerjungfrau, z.B. darf drei Tage lang ein Mensch sein. Sie verliebt sich in den Prinzen und es gelingt ihr, diesen zu bezaubern. Widerwillig erfüllt der Vater ihr den Wunsch nach Menschenbeinen, woraufhin sich Arielle direkt vom Machtbereich des einen in den Machtbereich des anderen Mannes begibt. Das ist das Happy End. Was wird kleinen Mädchen hier vermittelt?

Zugespitzt formuliert: Aufgabe einer Frau ist es, anderen zu gefallen und sich um sie zu sorgen. In den Augen der Männer sind Frauen Objekte. Die Meerjungfrau Arielle bekommt ihren Traum erfüllt, weil zwei Männer über sie verhandeln und das Ergebnis entsprechend ihrer Wünsche ausfällt.

Und das ist nur ein Beispiel dafür, wie Frauen in den Medien zu Objekten gemacht werden. Als die Hamburger Morgenpost bspw. mit der Schlagzeile „Hamburgs neue Sexmeile“ titelte, war auf der Frontseite eine Frau in Unterwäsche abgedruckt. Da stellt sich doch die Frage: Warum steht eine Frau in Unterwäsche symbolisch für Sex? Unterwäsche tragen schließlich alle und haben Männer etwa nichts mit Prostitution zu tun?

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