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In Genug geht es um die Frage, warum wir nie mit dem zufrieden sind, was wir haben. Unser Wunsch nach immer mehr liegt in der Evolution begründet, doch mittlerweile hat er uns in eine arge Bredouille gebracht – durch unsere Gier zerstören wir unseren Planeten und zwingen große Teile der Bevölkerung dazu, in Armut zu leben. John Naish erklärt uns, wie es dazu kommen konnte und sucht nach Auswegen aus unserer Konsumkultur.

  • Jeder, der sich für Psychologie und Gesellschaftswissenschaften interessiert
  • Jeder, der denkt, dass er mit mehr Geld glücklicher wäre
  • Jeder, der wissen will, was wir tun können, um einen Kollaps zu verhindern

John Naish ist ein englischer Journalist, der für die Londoner Times arbeitet. Er schreibt über Gesundheit, Körper und Psychologie. Er lebt in Brighton und versucht selbst herauszufinden, wie viel für ihn eigentlich genug ist – zum Beispiel besitzt er kein Handy und keinen Fernseher.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Genug

Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen

Von John Naish
  • Lesedauer: 18 Minuten
  • 11 Kernaussagen
Genug: Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen von John Naish
Worum geht's

In Genug geht es um die Frage, warum wir nie mit dem zufrieden sind, was wir haben. Unser Wunsch nach immer mehr liegt in der Evolution begründet, doch mittlerweile hat er uns in eine arge Bredouille gebracht – durch unsere Gier zerstören wir unseren Planeten und zwingen große Teile der Bevölkerung dazu, in Armut zu leben. John Naish erklärt uns, wie es dazu kommen konnte und sucht nach Auswegen aus unserer Konsumkultur.

Kernaussage 1 von 11

Habenwollen: Clevere Marketing-Tricks nutzen unseren natürlichen Wunsch nach immer mehr aus.

Stell dir vor, du findest 1000 € auf der Straße – was würdest du damit wohl machen? Ausgeben natürlich! Jeder von uns hat eine ellenlange Liste mit Dingen, die er gerne hätte oder machen würde: den neuesten Blockbuster im Kino sehen, neue Skier kaufen, ein besseres Fahrrad, vielleicht einen größeren Fernseher oder einen von diesen tollen Staubsauger-Robotern. Vermutlich würde sich niemand von uns als wunschlos glücklich bezeichnen.

Der Grund dafür ist evolutionär bedingt: Für unsere Vorfahren war es sehr wichtig, dass sie in Zeiten des Überflusses Dinge wie Nahrung oder Kleidung horteten, damit sie in Zeiten des Mangels bessere Überlebenschancen hatten. Wer gieriger war, überlebte, und vererbte diese Gier an seine Nachfahren. Wer zu schwach war, um für ausreichende Vorräte zu sorgen, kam meistens gar nicht dazu, sich fortzupflanzen. Daher haben wir heute alle den Drang in uns, immer mehr zu wollen.

Doch in unserer heutigen Welt des Überflusses wird diese Gier, die früher einmal nützlich war, unnötig. Und die Werbeindustrie verschärft das Problem noch. Sie kennt sich ganz genau aus mit all den psychologischen Tricks, die dazu führen, dass wir einem Angebot einfach nicht widerstehen können. Zeitlich begrenzte Angebote, sogenannte „Limited Editions“ lassen uns glauben, dass ein Mangel an etwas besteht, und dass wir sofort zuschlagen müssten.

Außerdem nutzt die Werbung eine andere, evolutionär bedingte psychische Eigenheit von uns aus: Wir imitieren immer die erfolgreichsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Auch das war früher eine gute Überlebensstrategie, doch heute führt es dazu, dass manche Frauen $10. 000 für eine Handtasche ausgeben, nur weil irgendein Kinostar sie mit sich herumgetragen hat.

Es handelt sich also um ein Problem mit zwei Komponenten: Einerseits liegt es an uns selbst, dass wir immer mehr wollen, andererseits macht es uns die Werbung quasi unmöglich, diese Gier zu unterdrücken.

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