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Blink 3 von 12 - Eine kurze Geschichte der Menschheit
von Yuval Noah Harari
Wie das Bildungssystem die Zukunft unserer Kinder verbaut
Leben wie Pippi Langstrumpf! Keine Erwachsenen drangsalieren einen mit Hausaufgaben oder lästigem Auswendiglernen, niemand ermahnt einen, still zu sitzen oder leise zu sein, man tut nur, was einem gefällt. So in etwa sieht das Bildungskonzept in Deutschland nach der Jahrtausendwende aus. Ein Kinderparadies? Mitnichten, sagt Michael Winterhoff.
Die Wende begann, als 2001 die PISA-Studie enthüllte, dass Deutschlands Schulkinder im internationalen Bildungsranking nicht die erwarteten Spitzenreiter, sondern nur Mittelmaß waren. Ein Schock für Schulen und Bildungspolitik. Man musste handeln, und zwar schnell. Zu schnell, und vor allem zu unüberlegt und in die falsche Richtung, findet Winterhoff. Aber was genau wurde überhaupt verändert?
Das neue Bildungskonzept, das in ungeahntem Tempo umgesetzt wurde, steht ganz unter der Überschrift Autonomes Lernen bzw. Offener Unterricht. Es umfasst eine Vielzahl verschiedener Lernmethoden mit einem gemeinsamen Nenner: Kinder und Jugendliche sollen frei und unabhängig spielen und lernen können. Statt autoritärem Frontalunterricht mit dem Lehrer im Zentrum sollen sie im Mittelpunkt des Geschehens stehen.
In der Praxis sieht das z.B. so aus, dass es in einigen Klassen keine feste Sitzordnung mehr gibt, sondern die Kinder in Tischgruppen zusammensitzen, sich an sogenannten Lerntheken selbst ihre Aufgaben und die dazugehörigen Materialien aussuchen und sich frei bewegen können. Sie dürfen also auch den Klassenraum verlassen, wenn ihnen danach ist. Ein weiteres Beispiel ist die Tilgung der Schreibschrift aus dem Lehrplan mancher Schulen – Grundschulkinder müssen dann nur noch das Schreiben von Druckbuchstaben lernen. Auch die Selbstbeurteilung, Smileys vom Lehrer anstelle von Schulnoten sowie die Überlegung, die Hausaufgaben abzuschaffen, sind neu. Denn wer stressfrei und freiwillig lernt, so die Theorie, ist motivierter und wird das Gelernte auch besser behalten.
Glaubt man Winterhoff, dann ist der offene Unterricht jedoch keineswegs ein Kinderparadies und bringt auch nicht die gewünschten Leistungsergebnisse. Seine Hauptkritik: Die Abschaffung von Autoritätsfiguren und bewährten Regeln im Bildungsbetrieb gründe weniger auf pädagogischen Erkenntnissen, sondern beruhe vielmehr auf den ideologisierten Vorstellungen der 68er-Generation, die heute in der Bildungspolitik am Hebel sitze. Ganz nach dem Motto: Ich mochte als Kind auch nie Hausaufgaben, also werden sie abgeschafft. Statt auf die Berufserfahrung gestandener Erzieher und Lehrerinnen zu vertrauen oder wissenschaftliche Studien zu konsultieren, habe man die Neuerungen zwangsverordnet – also auch nicht gerade antiautoritär.
Warum das neue Laissez-faire nicht nur nichts bringt, sondern den Kindern sowie der Gesellschaft sogar schadet, erfährst du im nächsten Blink.
In Deutschland verdummt (2019) richtet Michael Winterhoff einen schonungslosen Blick auf den Zustand des deutschen Bildungssystems. Er zeigt, wie ein falsch verstandener Freiheitsgedanke die gesunde Entwicklung von Kindern gefährdet, ihnen die Zukunft verbaut und damit langfristig auch für die Gesellschaft zum Problem wird. In unseren Blinks haben wir seine Argumente zur aktuellen Bildungspolitik zusammengefasst und präsentieren dir seine Vorschläge zur Verbesserung der Lage.
„Kindergärten und Grundschulen sind zu Stätten des organisierten Verwahrens mutiert.
Ich bin begeistert. Ich liebe Bücher aber durch zwei kleine Kinder komme ich einfach nicht zum Lesen. Und ja, viele Bücher haben viel bla bla und die Quintessenz ist eigentlich ein Bruchteil.
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von Yuval Noah Harari