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Menschen lesen

Ein FBI-Agent erklärt, wie man Körpersprache entschlüsselt

By Joe Navarro
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Menschen lesen by Joe Navarro
Synopsis

In Menschen lesen (2008) geht es um die nonverbale Kommunikation. Unsere Blinks erklären dir, wie Körpersprache funktioniert, wie viel von ihr unbewusst abläuft und warum wir sie kaum kontrollieren können. Und du erfährst auch, wie du die Signale, die andere Menschen aussenden, besser verstehen kannst. Das hilft dir, Mitarbeiter einzuschätzen, Lügner zu entlarven und neue Freunde zu finden.

Key idea 1 of 8

Unser Körper ist eine Anzeigetafel, auf der unzählige Botschaften blinken.

„Liebst du mich wirklich?“ Wem diese Frage nicht zu peinlich ist, der hat sie bestimmt schon einmal gestellt – und kennt dann auch den Zweifel, der selbst nach einem lauten Ja noch an einem nagt. Wäre es nicht schön, wenn man eine solche Aussage noch einmal überprüfen könnte? Wenn es sozusagen eine Zusatzinformation zur Zuverlässigkeit und Richtigkeit gäbe? Nun, die gibt es tatsächlich.

Wir finden sie in der nonverbalen Kommunikation. Sie drückt sich in Gesten und Körperhaltungen aus, in der Mimik, im Tonfall und in der Lautstärke der Stimme und in vielem mehr. Experten zufolge macht die nonverbale Kommunikation 60 bis 65 Prozent der zwischenmenschlichen Kommunikation aus. Im Prinzip sind unsere Körper Anzeigetafeln, auf denen unzählige Botschaften blinken. Jede kleinste Bewegung oder sogar das Stillhalten ist ein Puzzleteil. Berührungen und verbale Äußerungen sind weitere Teile – und erst, wenn wir alle Teile zusammensetzen, erkennen wir das vollständige Bild eines Menschen. Und wir erfahren mehr von ihm, als er selbst preisgeben mag.

Körpersprache ist aber nicht nur wichtig, um ein Gegenüber zu durchschauen. Sie kann uns auch mit ihm verbinden. Das durfte der Autor Joe Navarro am eigenen Leib erfahren: als Neuankömmling in einer für ihn fremden Welt. Seine Familie flüchtete aus Kuba in die USA, als er acht war. Dort landete er in einer neuen Schule, wo er sich mit niemandem verständigen konnte. Trotzdem fand er mithilfe der Körpersprache schnell Freunde – lange bevor er die ersten Brocken Englisch lernte.

Wie ihm jemand gesinnt war, konnte Joe Navarro zum Beispiel an den Augen ablesen. Lehrer und Schüler, die ihn mochten, hoben die Augenbrauen, wenn sie ihn sahen. Andere kniffen ihre Augen ein wenig zusammen – ein Zeichen für Abneigung, wie er bald herausfand.

Der junge Joe musste die Körpersprache schnell lernen. Wer es ihm gleichtun möchte, braucht viel Übung. Doch die Mühe lohnt sich: Körpersprache ist, sobald wir sie verstehen, zuverlässiger als das gesprochene Wort. Denn was wir sagen, können wir selbst bestimmen. Aber unseren Körper haben wir nicht so gut im Griff. 

Und dass wir mit dem Körper nicht so gut schummeln können, ist ein Erbe der Evolution.

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