Join Blinkist to get the key ideas from
Get the key ideas from
Get the key ideas from

Das Charisma-Geheimnis

Wie jeder die Kunst erlernen kann, andere Menschen in seinen Bann zu ziehen

By Olivia Fox Cabane
  • Read in 18 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 11 key ideas
Upgrade to Premium Read or listen now
Das Charisma-Geheimnis by Olivia Fox Cabane
Synopsis

Charisma erscheint wie eine magische Eigenschaft, die einigen glücklichen Menschen das Leben erleichtert: Sie haben mehr Erfolg im Studium, im Job und in der Liebe. Allerdings ist es kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal. Jeder kann Charisma erlernen. Die Blinks zu Das Charisma-Geheimnis (2012) erklären dir die Verhaltensweisen, die einen Menschen charismatisch erscheinen lassen, und zeigen, wie auch du deine Wirkung auf andere beeinflussen kannst.

Key idea 1 of 11

Charisma ist keine angeborene Charaktereigenschaft, sondern erlernbar.

Die Party bei einer Arbeitskollegin füllt sich. Mitten im Wohnzimmer steht ein Mann, der allein eine Gruppe von Gästen unterhält. Er fühlt sich wohl dabei, das ist ihm anzusehen. Alle Augen sind auf ihn gerichtet. Sie glänzen, als seien sie von ihm verzaubert. Wahrscheinlich hast auch du schon den Auftritt eines solchen Charismatikers erlebt. Und hast dich dabei gewundert: Wie kann er so präsent sein, ohne angestrengt zu wirken?

Manchen scheint es tatsächlich unglaublich leicht zu fallen, ihre Mitmenschen mitzureißen. Oft strahlt diese positive Außenwirkung auf ihren Lebensweg aus. Charismatiker sind überdurchschnittlich erfolgreich – sie verdienen besser und haben mehr Glück in der Liebe.

Der Effekt von Charisma zeigt sich früh. Schon in der Schule profitieren Charismatiker von ihrer Ausstrahlung. Sie stellen Klassensprecher und die Chefredakteure von Schülerzeitungen. Das setzt sich im Berufsleben fort: Charisma erhöht den Sympathiewert, steigert das Vertrauen der Kollegen und die Führungsqualitäten. Laut Studien erhalten charismatische Persönlichkeiten höhere Leistungsbewertungen. Sowohl Vorgesetzte als auch Untergebene betrachten sie als effektiver.

Gehen wir zurück auf die Party: Nahe der Tür lehnt ein Gast an der Wand und hält sich an seinem Glas fest. Er ist allein gekommen und zu schüchtern, um jemand anzusprechen. Dafür verfolgt er den Auftritt des Charismatikers mit einer Mischung aus Neid und Bewunderung. Er denkt sich: „So könnte ich nie sein.“ Doch das stimmt nicht. Charisma ist keine angeborene Eigenschaft – jeder kann lernen, Menschen in seinen Bann zu ziehen.

Wäre Charisma angeboren, würden charismatische Personen immer fesselnd wirken. Dem ist aber nicht so. Der Partyheld könnte am nächsten Tag einen eher langweiligen Eindruck erwecken. Was wie eine magische Aura wirkt, wird durch nonverbale Verhaltensweisen erzeugt – mit Mimik, Gestik und der Körperhaltung. Marilyn Monroe beispielsweise konnte ihre Ausstrahlung an- und ausschalten. Als Norma Jean fuhr sie mit der Bahn, ohne dass andere Fahrgäste von ihr Notiz nahmen. Doch vor der Kamera wurde sie zu Marilyn, der Frau, die mit Selbstbewusstsein und Charme bezirzte.

Eine charismatische Ausstrahlung erscheint uns als so natürlich, dass wir oft nicht merken, dass sich eine Person dieses Verhalten erarbeitet hat. Viele Prominente mussten das tun, um in der Öffentlichkeit als kompetent und vertrauenserweckend wahrgenommen zu werden. Steve Jobs wirkte zum Beispiel bei Präsentationen anfangs verlegen und unbeholfen. Erst nach Jahren entwickelte sich der Apple-Chef zu einem Redner, der ein großes Publikum begeisterte.

Das lag nicht nur an dem, was Jobs sagte. Wichtig war außerdem, wie er seine Botschaft verkörperte.

Upgrade to continue Read or listen now

Key ideas in this title

Upgrade to continue Read or listen now
Created with Sketch.